Eine aufgeschnittene Feige
Eine aufgeschnittene Feige

 

Die schon in der Antike wegen ihrer süßen Früchte beliebten Feigenbäume wuchsen ausweislich christlicher Quellen neben dem Apfelbaum bereits im Paradies. Obwohl man in der Bibel vergeblich nach genauen Bezeichnungen sucht, ist der Apfel als Frucht der Erkenntnis auf Bildnissen ebenso deutlich erkennbar wie die ansonsten nackten Adam und Eva, die sich mit den großen gelappten Blättern des Feigenbaumes zu verhüllen suchen.




Im Gegensatz zum Apfel ist die Feige die erste in der Bibel namentlich genannte Pflanze, die dort zudem als Symbol für Heilung steht. Im antiken Griechenland wurden ihr aphrodisische Eigenschaften zugeschrieben, von Buddha ist überliefert, dass er im Schatten eines Feigenbaumes sitzend zur Erleuchtung gelangt sei. Im Mittelalter wurden ihre Stämme in der Malerei zur Herstellung von Holztafeln genutzt.

Heimat in Kleinasien

Im milden Klima des Mittelmeerraumes ist der ursprünglich aus Kleinasien stammende Feigenbaum überall reichlich vertreten. Die „echten Feigen“ oder „Essfeigen“ (Ficus carica) stammen aus einer riesigen Familie mit über 1.000 Arten, von denen einige Vertreter auch in unseren Heimen als grüne Zimmerpflanzen gehalten werden. Feigenbäume sind wärmebedürftig, tolerieren aber auch Temperaturen bis minus 10 °C.

Reichliche Ernte

In deutschen Weinbaugebieten werden Feigen durchaus im Freien gezogen, wo sie einmal, bei günstiger Witterung sogar zweimal jährlich Früchte bringen. Kündigt sich ein harter Winter an, sollten die Wurzelballen angehäufelt und die Kronen mit Kokosmatten geschützt werden. In warmen Gefilden fruchten sie tatsächlich dreimal. „Fiori“ heißen in Italien die ersten Früchte, die schon im späten Frühjahr reifen. Die Haupternte der „Pedagnuoli“ liegt im Sommer, die herbstreifen Früchte werden „Gimaruoli“ genannt.

Frische Feigen

Die zuckerhaltigen kalorienreichen Feigen lassen sich ebenso wie Datteln gut trocknen und dienten gedörrt in den Ursprungsländern als Winternahrung. Bereits in der Antike galten Feigen als Heilmittel und Kraftnahrung für Pilger und Soldaten.

Getrocknete Feigen sind ganzjährig im Handel erhältlich und werden zur Herstellung von allerlei Backwerk sowie als mild wirkendes Laxativum verwandt. Zu noch größerer Beliebtheit gelangten Feigen jedoch, seitdem sie als frisches Obst angeboten werden. Die meist violetten, seltener auch grünen Früchte kommen zumeist aus der Türkei. Die vollreifen süßen Feigen sind indes druckempfindlich und sollten nicht lange gelagert werden, was bei nachfolgenden Rezepten auch kaum der Fall sein dürfte.

Feigen mit Zabaglione

Bei diesem Rezept kommt das Aroma frischer Feigen besonders gut zur Geltung.

Zutaten für 4 Personen:

  • 8 vollreife Feigen
  • 4 Eigelbe
  • 100 Milliliter Marsala
  • 4 Esslöffel Zucker

Zubereitung:
Die Feigen vorsichtig waschen, trocknen, sternförmig aufschneiden und je zwei auf einen Teller legen. Die Eigelbe mit dem Zucker im Wasserbad aufschlagen, bis eine helle cremige Masse entstanden ist, dann den Marsala langsam dazu gießen und weiterschlagen, bis die Flüssigkeit ihr Volumen verdoppelt hat. Sofort auf die Früchte gießen und servieren.

Tipp: Statt Marsala kann auch Portwein, Madeira, Málaga oder Vin Santo verwendet werden.

Gebratene Feigen mit Balsamico

Zutaten für 4 Personen:

  • 8 frische Feigen
  • 2 Esslöffel Butter
  • 2 Esslöffel Zucker
  • 3 Esslöffel Balsamicoessig mit Feige
  • Vanilleeis

Zubereitung:
Die Feigen waschen, trocknen und vierteln. Jede Schnittfläche in heißer Butter eine Minute braten, herausnehmen und auf Desserttellern anrichten. Den Zucker in der Butter schmelzen lassen, den Balsamico dazugeben, kurz aufkochen lassen, über die Feigen gießen und mit einer Kugel Vanilleeis servieren.

Feigen-Chutney

Sind in der Hochsaison preiswerte Feigen zu haben, lohnt es sich, sie z. B. als Chutney einzukochen.

Zutaten:

  • 8 feste Feigen
  • 2 Schalotten
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Teelöffel Senfkörner
  • 2 Chilischoten
  • Nelkenpulver
  • 3 Esslöffel Zucker
  • 3 Esslöffel Essig
  • 4 Esslöffel Rotwein
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die Feigen, Schalotten und Chilischoten in feine Würfel schneiden, das Olivenöl erhitzen und alle Zutaten bei mittlerer Hitze zehn bis fünfzehn Minuten köcheln lassen. Das Lorbeerblatt entfernen und das Chutney in kleine Gläser füllen.

Feigen-Mandel-Gebäck

Zutaten:

  • 250 Gramm Mehl
  • 180 Gramm Zucker
  • 200 Gramm Butter
  • 60 Gramm getrocknete Feigen
  • 40 Gramm geschälte Mandeln
  • 4 Eier

Zubereitung:
Die Butter schaumig rühren, nach und nach die Eier und den Zucker hinzu geben und zum Schluss das gesiebte Mehl unter ständigem Rühren dazu fügen. Feigen und Mandeln feinhacken und unterheben. Mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf ein Backblech setzen und bei 175 °C 20 Minuten lang backen.




Walnuss-Feigen-Brot

Zutaten für eine Kastenform:

  • 500 Gramm Mehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 250 Gramm getrocknete Feigen
  • 150 Gramm Walnusskerne
  • 1 Ei
  • 1 Teelöffel Zucker
  • ¼ Liter lauwarmes Wasser
  • 2 Teelöffel Salz
  • Fett für die Form

Zubereitung:
Die Feigen und Nüsse grob hacken. Aus Mehl, Zucker und Hefe einen Teig bereiten, und zehn Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Die Feigen, Nüsse das Ei und das Salz dazu geben, kräftig durchkneten und nochmals so lange gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Dann nochmals durchkneten, in die gefettete Form legen, wiederum gehen lassen und anschließend 45 Minuten bei 200 °C backen.

 

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