Rucola
Rucola-Blätter © Dieter Hupka

 

Rucola lässt sich leicht im Garten anbauen. Dabei stehen dem Gärtner viele Variationen des würzigen Gartenkrauts zur Verfügung.




Die gute alte Rauke, fast in Vergessenheit geraten, erlebte als Rucola, auch Rukola, eine Renaissance. Seit einigen Jahren ist das delikate Blattgemüse, verpackt in Schalen oder gebündelt, das ganze Jahr über erhältlich. Im Winter kommt Rucola aus dem Gewächshaus. Da diese Pflanzen oft einen hohen Nitratgehalt aufweisen, ist es besser, auf Freilandware zu warten oder Rauke im eigenen Garten zu ziehen. Innerhalb von sechs Wochen nach der Aussaat im April kann geerntet werden, bei laufender Nachsaat lässt sich die Erntezeit bis Oktober ausdehnen. So ist das aromatische Grün stets frisch und auch in kleineren Mengen zur Hand, welche wegen ihrer hohen Würzkraft ausreichen.

Rucola wird auch als Topfpflanze angeboten und eignet sich somit gut zur Zucht auf dem Balkon oder der Terrasse. Wer möchte, kann sie auch aus Samen ziehen, etwa in einer Saatschale.Hierbei handelt es sich meist um die ausdauernde Wildform Diplotaxis tenuifolia, auch als Wilde Rauke, Rucola silvatica oder Italienische Rauke bezeichnet. Diese Rauke mit ihren schmalen, gefiederten Blättern ist würziger als die bekannte Kulturform (Eruca sativa, die Garten-Senfrauke oder Rucola coltivata, die Salatrauke). Die Staude ist so robust, dass bei regelmäßigem Schnitt ständig neue Blätter nachwachsen. Sie ist extrem winterhart und versamt sich eifrig, lässt man einige der gelben, an Raps erinnernden Blüten ausreifen. Es gibt wesentlich zahlreichere Sorten als Saatgut.




Herkunft

Rauke oder Rucola gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist in ca. 80 Sorten auf der Nordhalbkugel und in Südamerika vertreten. Die Pflanze ist mit der Kresse und dem Meerrettich verwandt. Senföle sind bestimmend für den scharfen aromatischen Geschmack.

Heimische Arten

    • An trockenen Wegrändern oder auf Schuttplätzen (Ruderalpflanze) wächst die gelb blühende, 30 bis 60 cm hoch werdende Wegrauke (Sisymbrium officinale). Das scharfe, kresseartige Aroma der Blätter und jungen Blüten eignet sich gut für kalte Saucen und Kräuterquark. Getrocknet kann die Wegrauke als Heilmittel in Form eines Tees bei Husten, Bronchitis und Kehlkopfentzündung angewendet werden.
    • Ein extrem starkes Würzkraut ist die heimische Strandrauke (Cakile maritima), auch Europäischer Meersenf genannt. Sie wächst sukkulent an Spülsäumen der Nordseeküste. Weiß-lila sind die nach Honig duftenden Blätter. Die ca. 3 cm großen Blätter haben ein intensives Brunnenkresse-Aroma. Bei einer Aufzucht im Garten fördert eine Beigabe von Salz ihr Wachstum.
    • Gut zum Verwildern unter Bäumen geeignet ist die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata). Das heimische Wildkraut mit seinen runden bis herzförmigen Blättern und weißen Blüten wächst im Halbschatten wild an Wiesenrändern oder Waldlichtungen. Auf nährstoffreichem Boden sät sich die Pflanze selbst aus. Ist ein gewisser Bestand an Pflanzen nach zwei bis drei Jahren erreicht, können nicht nur die würzigen Blätter, sondern auch daumendicke Pfahlwurzeln geerntet werden. Der Geschmack nach Knoblauch verändert sich im Laufe des Jahres zu dem der Kresse.
    • Von scharfem Meerrettichgeschmack sind die Blätter der weiß blühenden Wasabi-Rauke (Diplotaxis erucoides). Wild wächst sie im gesamten Mittelmeerraum, aber auch in Süddeutschland. An einem feuchten nährstoffreichen Standort im Halbschatten gedeihen die Pflanzen am besten. Bei voller Sonne werden die Blätter sehr scharf.
    • Sehr robuste und ausdauernde Sorten sind die Türkische Rauke (Bunias orientalis), auch Orientalisches Zackenschötchen genannt, und die Afghanische Rucola, auch als Sisymbrium species bekannt.

 

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Rucola Wilde Rauke
  • Aussaat
  • Zeit : ganzjährig
  • Ort : Freiland Frühbeet
  • Keimtemp. : 5-20,5°C
  • Keimdauer in Tagen : 10-14

 

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