Labkraut
Labkraut

 

Einst wurde Labkraut als Heil- und Zauberpflanze sowie profan zur Käseherstellung genutzt. Heute besticht die hübsche Wiesenpflanze durch ihren Zierwert.




Wer im Hochsommer auf Grasfluren trockener Standorte, auch Trocken- oder Magerrasen genannt, unterwegs ist, wird einen intensiven Honigduft wahrnehmen. Diesen verströmt das Echte Labkraut (Galium verum). Die ausdauernde, bis zu 70 cm hoch werdende Staude blüht von Juni bis September gelb in rispigen Blütenständen. Einst kam diesem Rötegewächs, welches mit dem bekannten Waldmeister eng verwandt ist, große Bedeutung zu.

Historie

Das Echte Labkraut war einst der nordischen Wanengöttin Freya geweiht und gehörte neben dem Johanniskraut in jedes Kräuterbündel, welches zum Schutz vor bösen Geistern in Haus und Stall aufgehängt sowie unter der Kleidung getragen wurde. Gebärenden wurden diese beiden Kräuter ins Lager gemischt als „unser lieben Frauen Bettstroh“. Auf der Synode von Liftinae im heute belgischen Hennegau im Jahr 743 wurden diese heidnischen Gebräuche „christianisiert“ und unter der Bezeichnung „Marienbündel“ zum Schutz gegen giftige Tiere und schädliche Einflüsse weiterhin verwandt. In einem Epos des österreichischen Schriftstellers Anton von Perger (1809- 1876) wird von einem König berichtet, der sein Leben mit einem Trank aus Labkraut zu verlängern suchte, seinen Untertanen diesen aber nicht zugestehen wollte.

Labkraut in der Volksmedizin

Bei profanen Leiden wie schmerzenden Gliedern, Blasenkatarrh, Magen-Darmerkrankungen und zur Nervenberuhigung wurde ein Kräuteraufguss innerlich verabreicht. Äußerlich angewendet wurde Labkraut bei Nasenbluten, Ekzemen und schlecht heilenden Wunden. Wirksam sind die Inhaltsstoffe Kieselsäure, Glykoside, ätherische Öle, Gerbstoffe und Flavonoide.

Weisses Labkraut © Dieter Hupka

Praktische Anwendung

Inwieweit Labkraut bei oben erwähnten Leiden Heilung brachte, ist nicht bekannt. In der neuzeitlichen Homöopathie wird es nicht mehr verwandt. Eine tatsächliche Wirkung hat Labkraut aber beim Eindicken von Milch bei der Käseherstellung, worauf sich sowohl der deutsche als auch der wissenschaftliche Name Galium (vom griechischen gala = Milch) bezieht.

Noch immer wird Labkraut zum Würzen und Färben von Chesterkäse angewendet. Die Wurzeln ergeben einen roten, die Blüten einen gelben Farbstoff.

Andere Labkräuter

Von ähnlicher Gestalt, jedoch weiß blühend, ist das Wiesenlabkraut (Galium mollugo), welches an Wegrändern wächst.




In lichten Wäldern ist das Wald-Labkraut (Galium sylvaticum) und auf feuchten Standorten das Sumpf-Labkraut (Galium palustre) zu finden.

Häufig und wenig beliebt ist Galium aparine, das Klettenlabkraut oder Klebkraut. Die einjährige Klettenpflanze breitet sich mit bis zu einen Meter langen Trieben innerhalb kürzester Zeit aus. Als Spreizklimmer überwuchert es andere Pflanzen. Seine Früchte, hakenbesetzte Nüsschen, haften an Kleidung und Tierfellen, was etwa Hundebesitzer wenig erfreut. Klebkraut war einst ein gefürchtetes Ackerunkraut, weil die langen Triebe oft die Erntemaschinen blockierten und die Früchte das Erntegut verunreinigten. Der Einsatz von Herbiziden hat dieses Problem mittlerweile beseitigt.

 

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