Ein blühender Apfelbaum © Andreas Hermsdorf/pixelio.de

 

Der Apfelbaum gehört der wirtschaftlichen Bedeutung seiner Frucht entsprechend zu den weltweit wichtigsten und am meisten verbreiteten Obstbäumen. Dabei stehen eindeutig die in zahlreichen Unterarten gezogenen Kulturformen des Baumes (Malus domestica) zahlenmäßig im Vordergrund. Bestände der Wildformen wie die als Ursprungsformen diskutierten Baumarten Europäischer Wildapfel (Holzapfel, Malus sylvestris) und Asiatischer Wildapfel (Malus sieversii) sind vergleichsweise selten.




Allgemeine Beschreibung

Der sommergrüne und winterkahle Apfelbaum kann bis zu zehn Meter hoch werden. Es gibt auch wesentlich kleinere Ausformungen. Der Apfelbaum weist im Freistand eine breite, runde und meist dichte Krone auf. Die Rinde des geraden Stammes ist in der Regel braungrau. Junge Apfelbäume haben eine glatte Rinde, die im Alter rissig-gefeldert wird. Die wechselständigen, gestielten Blätter sind von zumeist breit-ovaler Form und dunkelgrüner Färbung. Sie werden in der Regel zwischen zwei und fünf Zentimeter lang. Der Blattrand kann sowohl feingesägt als auch gelappt oder glatt sein. Wie bei anderen Kernholzbäumen auch ist das braunrötliche, oft farbstreifige Kernholz des Apfelbaums deutlich vom hellroten Splintholz zu unterscheiden. Wirtschaftlich spielt das dichte und harte Apfelholz nur eine geringe Rolle (Kunstschnitzereien, exklusive Indoor-Möbel).

Äpfel am Baum
Reife Äpfel am Baum © Dr. Klaus-Uwe-Gehardt/pixelio.de

Blüten und Früchte

Die Apfel-Blüten bilden sich, zumeist im Fünfer-Büscheln, kurz vor dem Laubaustrieb im April oder Mai. Die Blätter der im Durchmesser bis zu fünf Zentimeter messenden Blüten sind zunächst zumeist weiß oder hellrosa. Sie dunkeln im Lauf der Entwicklung ins Rötliche nach. An den Stielen der Blüten sind typischerweise weiße Filzhärchen. Die Früchte des Apfelbaums, die Äpfel, werden botanisch als „Scheinfrüchte“ bezeichnet, weil sie sich nicht (nur) aus dem Fruchtknoten, sondern (zusätzlich) aus einem anderen Pflanzenteil entwickelt haben. Vereinfacht gesprochen ist das Kerngehäuse des nach der Ernte nachreifenden Apfels die eigentliche Frucht; das sich darum in Rundform bildende wesentlich massigere Fruchtfleisch nicht.

Verbreitungsgebiete

Im Laufe der Jahrhunderte wurden etwa 20.000 unterschiedliche Apfelsorten gezüchtet, von denen viele nicht mehr kultiviert werden. Heute dürfte es etwa 5.000 Sorten geben. Praktisch können Apfelbäume in allen gemäßigten und subtropischen Gebieten erfolgreich angepflanzt werden. Aktuell größtes Apfelproduktionsland ist China mit einer Jahresernte von etwa 35 Millionen Tonnen (Deutschland: 800.000 t).




Pflanz- und Pflegetipps

Bei der Kultivierung im eigenen Garten (beste Pflanzzeit: Herbst) sollte auf einen sonnigen Standort geachtet werden. Wichtig ist auch, dass der Boden locker ist und nicht zu nass. Die anpassungsfähigen Apfelbäume lieben kalkreiche Böden. Damit der Baum befruchtet wird, muss es in der Nähe andere gleichzeitig blühende Apfelbäume geben („Befruchter“). Im Spätsommer ist unbedingt ein Sommerschnitt (Entfernen von schattenerzeugenden, überzähligen Blättern und Ästlein) zu empfehlen.

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