Pflanzenbrühe im Rohzustand
Pflanzenbrühe im Rohzustand © Dieter Hupka

 

Auch in einem Garten, der nach biologischen Grundsätzen gepflegt wird, in dem kein künstlicher Dünger oder Pflanzenschutz eingesetzt wird, gibt es Schädlinge wie Läuse, Milben, Pilze und dergleichen. Um sie zu bekämpfen, werden selbst hergestellte Mittel angewendet. Sie sind wesentlich sanfter als die sogenannte chemische Keule, preiswerter und das biologische Gleichgewicht bleibt erhalten.




Für das Ansetzen von Pflanzenbrühe genügt ein 10 Liter-Eimer. Die Pflanzen für die handgemachten Spritzmittel können frisch gesammelt angesetzt werden oder getrocknet als  Tee. Getrocknete Teekräuter erhält man im Fachhandel. Im Gegensatz zur Pflanzenjauche dürfen diese Spritzmittel nicht vergären. Das erreicht man, indem die Kräuterauszüge rasch verbraucht werden. Je nach dem zu bekämpfenden Übel werden die hierfür geeigneten Pflanzen ausgewählt.

Als Zutaten braucht man für die beißende Brennnesselbrühe:

1 Kilogramm frische Brennnesseln oder 100 Gramm getrocknete Brennnesseln.

Diese werden mit 10 Liter kaltem Wasser angesetzt und nach 12 bis 24 Stunden unverdünnt gespritzt. Die Brühe muss zunächst durch ein Sieb und sodann durch ein feines Tuch, z. B. ein altes Bettlaken, gegossen werden, damit keine Pflanzenreste die Spritze verstopfen.

Niedrige Pflanzen können auch mit einer Gießkanne samt aufgesetzter Brause übergossen werden. Brennnesselbrühe wirkt gegen Blattläuse.

Sehr wirkungsvoll ist ferner eine Beinwellpflanzenbrühe. Sie wird genau wie die Brennnesselbrühe angesetzt. Beide Pflanzen können obendrein zusammen verwendet werden.

In feuchten Sommern neigen Rosen oft zu Mehltau und Rost. Beides sind Pilzerkrankungen.

Mehltau überzieht die Stiele, die Blätter und die Knospen der Rosen (desgleichen sind andere Pflanzen wie z. B. Astern, Phlox davon betroffen) mit einem weißlichen Belag.

Die Knospen öffnen sich nicht, die Blüten welken und fallen ab. Bei Rost erscheinen rote, gelbe oder schwarze Flecken auf den Blättern. Sie vergilben und fallen ab, oft werden die Pflanzen völlig nackt. Dagegen verspricht das Spritzen mit Ackerschachtelhalmbrühe Abhilfe. Ackerschachtelhalm wird auch Zinnkraut genannt. Hierbei empfiehlt es sich allerdings, Tee zu benutzen, weil das Sammeln der erforderlichen Menge an Pflanzen recht mühsam ist.

Man benötigt 30 Gramm Zinnkraut, das mit zwei Litern Wasser für 24 Stunden eingeweicht und am nächsten Tag ½ Stunde geköchelt, abgekühlt und zwei Mal durchgeseiht wird. Die fertige Brühe wird im Verhältnis von 1 : 5 mit Wasser verdünnt und bei trockenem Wetter auf die Pflanzen gesprüht. Diese Behandlung sollte auch vorbeugend angewendet werden.

Bei der Bekämpfung von Rost, Mehltau sowie Blattfleckenkrankheit an Tomaten oder Stockrosen haben sich Spritzungen mit Rain– oder Wurmfarnbrühe bewährt.

Hierzu werden 300 Gramm der wild auf Ödland wachsenden Pflanze, wahlweise 30 Gramm getrockneter Rainfarn benötigt, die mit 10 Litern Wasser angesetzt und nach 24 Stunden im Verhältnis 1 : 2 verdünnt zum Spritzen der Pflanzen verwendet werden. Mit unverdünnter Brühe kann gegossen werden.




Auch Wurmfarn (Dryopteris filix-mas), 10 Gramm der getrockneten Pflanze auf 10 Litern Wasser und sodann im Verhältnis von 1 : 10 verdünnt, stellt ein wirksames Mittel gegen Schild- und Schmierläuse. Vergoren als Pflanzenjauche wirkt Farn unverdünnt ausgebracht gegen Schnecken.

 

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