Apfelbaum
Ein blühender Apfelbaum © Harald Schottner/pixelio.de

 

Äpfel enthalten mehr als 30 Vitamine, wichtige Mineralien und wertvolle Spurenelemente in und unter ihrer Schale. Zudem sind sie kalorienarm und gehören dank ihres mal eher säuerlichen, mal eher süßlichen Geschmacks zu den beliebtesten Obstsorten. Da wundert es nicht, dass der Apfelbaum schon seit Jahren der Klassiker in heimischen Obstgärten und auch auf Streuobstwiesen ist. Seine Kultivierung ist auch auf kleineren Grundstücken problemlos möglich und führt beim Beachten einiger Tipps und Tricks zu einer erfolgreichen Ernte.




Den Standort und die Apfelsorte wählen

Der Vitamingehalt des Apfels wird bereits von der Wahl des Standorts beeinflusst. Je mehr Sonne an den Platz gelangt, desto vitaminreicher werden später die Früchte. Der Boden sollte die richtige Feuchtigkeit haben, jedoch weder zu nass noch zu verdichtet sein. Bei der Standortwahl sollte gleichzeitig Maß genommen werden, um zu wissen, wie groß der Apfelbaum werden darf. Hochstämmige Bäume benötigen eine Fläche von 50 bis 60 Quadratmetern, halbstämmige von 30 bis 40 Quadratmetern. Bäume und Gemüsebeete vertragen sich nicht besonders gut, da die hoch gewachsenen Stämme mitsamt Krone einen Schatten werfen, der das Wachstum des Gemüses behindert. Ist der Platz im Garten eher begrenzt, empfiehlt es sich, auf spezielle Säulen- oder Spalierbäume zurückzugreifen. Als platzsparend und vielfältig gelten veredelte Bäume, die verschiedene Apfelsorten tragen. Von den rund 1.500 in Deutschland heimischen Apfelsorten sind etwa 40 üblicherweise auf dem Markt erhältlich. Es sollte also für jeden das Passende zu finden sein.

Den Baum einsetzen – wann, wo und wie?

Die beste Jahreszeit, um Apfelbäume zu pflanzen, ist der Herbst. Die kleinen Bäume können dann am besten anwachsen und bis zum Frühling feste Wurzeln schlagen. Der Baum wird in ein Pflanzloch eingesetzt, dessen Umfang mindestens doppelt so groß wie der des Wurzballens sein sollte. Die beschädigten Wurzelteile werden entfernt und der Baum so eingesetzt, dass die Veredlungsstelle etwa 10 Zentimeter über der Erde liegt. Erde und Kompost werden eingefüllt, wobei der Baum stetig hin und her gerüttelt wird. So kann sich die Füllmasse an den geeigneten Stellen verteilen. Um dem Baum beim geraden Wachsen zu helfen, wird neben dem Stamm ein Pfahl eingeschlagen. An diesem wird der Baum mit einem Strick befestigt. Zuletzt wird die Pflanzstelle ausreichend bewässert und behutsam festgetreten. Damit der Kernobstbaum gedeihen kann, muss ein sogenannter Befruchter in seiner Nähe stehen. Jeder Apfel hat seine eigenen Befruchtersorten, die in ihrer Vielfalt variieren. Zumeist sind diese beim Kauf direkt am Baum auf den Sortenbeschreibungen zu finden. Fehlt diese Information, sollte sie unbedingt erfragt werden. Als Befruchter sind nur Apfelbäume geeignet, die zur selben Zeit blühen. Sollte im Garten nicht genug Platz für einen weiteren großen Baum vorhanden sein, kann auch ein Zierapfel verwendet werden.




Gießen, düngen und schneiden

Besonders an heißen Sommertagen muss der Apfelbaum regelmäßig gegossen werden. Die Wassermenge sollte groß genug sein, um die Wurzel bis zu 20 Zentimeter in der Tiefe zu erreichen. Bei kranken oder neu gepflanzten Bäumen ist darauf zu achten, dass die oberste Erdschicht nicht austrocknet. Daher kann es nötig sein, die Pflanze mehrmals am Tag zu gießen. Sind die Obstgewächse von dichtem Rasen umgeben, mangelt es ihnen oftmals an Dünger. In diesem Fall müssen sie mit einem speziellen Volldünger versorgt werden. Besser und effizienter als das Düngen im Notfall ist es jedoch, den Boden rund um den Baum regelmäßig mit Mulch auszustreuen, dem geringe Mengen an Kompost untergemischt wurden. Der richtige Schnitt des Obstbaums ist für eine erfolgreiche Ernte unverzichtbar. Dabei wird zwischen dem normalen Schnitt und dem Formschnitt unterschieden. Ersterer erfolgt direkt nach der Blüte, um überflüssige Triebe, die ungewollte Schatten werfen, zu entfernen. Der Formschnitt kommt vor allem in kleineren Gärten zum Einsatz, in denen die Apfelbäume an Spalieren wachsen. Da das Gewächs ähnlich wie eine Kletterpflanze gezogen wird, muss es dementsprechend in Form geschnitten werden.

Apfelbaum Roter Boskoop Apfel Roter Boskoop - Malus Roter Boskoop Containerware / 120-160 cm hoch,
  • Apfelbaum Roter Boskoop Apfel Roter Boskoop - Malus Roter Boskoop
  • ca. 120-160 cm hoch, 5 - 7 Liter Container oder fester Wurzelballen
  • Geschmack: säuerlich-herb
  • Hauptverwendung: Backen, Kochen, Müsli, Salat
  • Hinweis: Pflanzen können von der Abbildung in Form, Größe, Farbe und Aussehen abweichen
Apfelbaum Jonagold Apfel Jonagold - Malus Jonagold Containerware / 120-160 cm hoch,
  • Apfelbaum Jonagold Apfel Jonagold - Malus Jonagold
  • ca. 120-160 cm hoch, 5 - 7 Liter Container oder fester Wurzelballen
  • Geschmack: süss-säuerlich
  • Hauptverwendung: Tafelapfel, Backen, Kochen, Salat, Müsli
  • Hinweis: Pflanzen können von der Abbildung in Form, Größe, Farbe und Aussehen abweichen

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