Eine Ficus-Pflanze
Eine Ficus-Pflanze

 

Zimmerpflanzen vermehren hat vielerlei Gründe. Entweder möchte man alte Pflanzen durch junge ersetzen oder diese als Geschenk für Freunde und Bekannte nutzen. Viele Zimmerpflanzen werden nach Jahren zu groß für die Wohnung oder unansehnlich und dürr. Statt dem Neukauf ist die Vermehrung der Pflanzen eine gute Alternative. Dafür bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Vermehrung durch Ableger oder Stecklinge sind dabei die bekanntesten. Dabei gibt es jedoch einige wichtige Dinge zu beachten.
Vor Beginn der Vermehrung werden nur wenige Materialien benötigt. Dazu gehören kleine Blumentöpfe (Anzuchttöpfe), ungedüngte und keimfreie Anzuchterde, Folienbeutel oder Frischhaltefolie sowie Gummibänder.

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Die Vermehrung durch Stecklinge

Viele der beliebten Zimmerpflanzen lassen sich mit sogenannten Stecklingen, auch Setzlinge genannt, einfach vermehren. Unter Stecklingen versteht man Pflanzenteile, die von der Mutterpflanze getrennt und anschließend in einem separaten Blumentopf vorgezogen werden. Dort können sie eigene Wurzeln schlagen und sich zu eigenständigen Pflanzen entwickeln.
Bei Zimmerpflanzen (z. B. Weihnachtsstern, Ficus-Arten oder Gummibaum) sollten Stecklinge im Frühjahr von Januar bis März geschnitten werden. Die bekannteste Methode ist die Vermehrung mit Kopfstecklingen. Diese bestehen aus der Triebspitze mit Stängel und einigen Blättern.

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Ab ins Wasserglas

Eine Möglichkeit ist, den nicht verholzten Trieb von der Mutterpflanze abzutrennen und in ein Wasserglas zu stellen. Blüten, Knospen und Blätter sollten zuvor entfernt werden. Steht das Glas bei normaler Raumtemperatur an einem hellen Standort, bilden sich nach etwa zwei bis drei Wochen neue Wurzeln. Nun kann der Steckling in der zu empfehlenden Anzuchterde eingepflanzt und ab und zu leicht bewässert werden.
Ebenfalls möglich ist es, den abgetrennten Steckling direkt in die befeuchtete Erde zu stecken. Der Topf sollte ebenfalls an einem hellen, warmen Standort stehen und eventuell mit Frischhaltefolie abgedeckt werden, damit die Feuchtigkeit nicht zu schnell verdunstet.
Sind die jungen Pflanzen herangewachsen, können sie umgetopft werden.

Die Vermehrung durch Ableger

Ableger sind Seitensprosse von Pflanzen, die der Mutterpflanze ähneln. Sie entspringen dem Haupttrieb der Mutterpflanze oder an Enden der kurzen Seitentriebe. Bei Zwiebelgewächsen entspringen die Ableger an der Basis der jeweiligen Mutterpflanze (z. B. Grünlilie). Bei einigen Ablegern bilden sich schon vor dem Trennen von der Mutterpflanze eigene Wurzeln.
Wenn die Ableger gut entwickelte Blätter gebildet haben, können sie abgetrennt werden. Hierfür sollte man zwar dicht an der Mutterpflanze schneiden, diese jedoch nicht verletzen. Der Ableger kann ebenfalls in einen Topf mit Anzuchterde gesetzt (vorsichtig angedrückt) und mäßig gegossen werden. Die junge Pflanze sollte nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Die optimale Raumtemperatur liegt nicht unter 19 Grad Celsius.




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