Bonsai
Ein Bonsaibäumchen © Gila Hanßen/pixelio.de

 

Bonsais sind Miniaturbäumchen, die eine besonders schöne dekorative Wirkung erzielen. Sie stammen ursprünglich aus China, doch schnell wurden diese Pflanzen in Japan und etwas später auch in Europa populär. Es geht bei der Bonsai-Kunst nicht nur darum, den Baum kleinzuhalten, sondern einen Einklang zwischen Schale und Pflanze herzustellen. Der japanische Begriff Bonsai bringt dies zum Ausdruck: Bon heißt nämlich Schale, und sai steht für die Pflanze. Erreicht wird dieses Ziel über einen ständigen Rückschnitt.




Der Preis

Wenn der Bonsai beim Kauf über eine gute Qualität verfügt, kann er ein Menschenleben leicht überdauern. Natürlich muss der kleine Baum gut gepflegt werden, und auch der Standort ist für seine Entwicklung entscheidend. Der Bonsai sollte nur im Fachhandel gekauft werden, billige Exemplare werden meist nur ein halbes Jahr alt. Bonsais werden in  ein spezielles Substrat gesteckt, das die Erde imitieren soll. Dabei muss diese Masse ständig feucht gehalten werden, denn ist sie einmal ausgetrocknet, lässt sie sich nicht mehr bewässern. Die Preise für einen Bonsai sind nicht gerade günstig. Ein einfaches Exemplar kostet bereits um die 100 Euro. Für eine mittlere Qualität muss man rund 500 Euro hinlegen, und will man eine sehr gute Qualität kaufen, kostet das Pflänzchen bereits um die 1.000 Euro. Und nach oben hin gibt es kaum Grenzen. Zu den gängigsten Sorten, die als Bonsais verwendet werden, zählen Fruchtbäume, Azaleen, Kiefern, verschiedene Ahornsorten, die Chinesische Ulme oder auch Wacholder.

Der Standort

Der Bonsai eignet sich sehr gut als Zimmerpflanze, einige Exemplare können aber auch in Gewächshäusern oder sogar im Garten in Töpfen aufgezogen werden. Ursprünglich stammen die Bäumchen natürlich aus der freien Natur und wachsen dort in tropischen Verhältnissen auf. Ein Zimmer-Bonsai sollte immer auf einer hellen Fensterbank stehen, wobei die pralle Sonneneinstrahlung zu vermeiden ist. Werden Bonsais im Außenbereich angepflanzt, sollten sie grundsätzlich vor Frost geschützt werden und ebenfalls nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Licht abbekommen.

Gießen und Düngen

Da der Bonsai meist in einer kleinen Schale gehalten wird, steht ihm wenig Erde beziehungsweise Knetmasse zur Verfügung. Die Nährstoffe sind also schnell verbraucht. Wie oft der Bonsai gegossen werden soll, hängt von seiner Beschaffenheit, der Jahreszeit, der Temperatur und der Größe der Schale ab. Wichtig dabei ist, dass, wie bereits erwähnt, die Erde niemals austrocknet. Man braucht ein feines Gespür dafür, wie oft der Bonsai Wasser braucht. Pauschal, ob der Bonsai einmal am Tag, dreimal in der Woche oder so ähnlich gegossen werden muss, kann nicht gesagt werden. Ein Indiz gibt immer die Farbe des Substrats oder der Knetmasse. Ist diese deutlich heller als normal, dann wird es langsam Zeit Flüssigkeit hinzuzugeben.

Eine erste Düngung sollte im Frühjahr stattfinden, kurz nachdem der Austrieb beginnt. Der Fachhandel bietet übrigens organischen Kugeldünger an, der extra für die kleinen Bäumchen produziert wird. Es wird zweimal gedüngt, jeweils nach vier Wochen. Im Hochsommer wird pausiert, so wird der Austrieb gebremst und die Triebe können hart werden. Im Spätsommer und im Herbst sind erneute Düngungen besonders wichtig. Nur so kann der Bonsai für das nächste Jahr gestärkt werden.




Den Bonsai schneiden

Damit der Bonsai klein gehalten wird, muss er regelmäßig geschnitten werden. Gemacht wird dies an den Spitzen beziehungsweise an den Neuaustrieben. Verwendet wird dazu eine kleine Schere oder Zange. Geschnitten werden darf nur während der Vegetationsperiode.

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