Ringelblume
Ringelblume © Gabriele Planthaber/pixelio.de

 

In jedem Bauerngarten ist Calendula officinalis, die Ringelblume, zu finden. Sie lässt sich leicht aus Samen selbst ziehen und ihre leuchtend gelben bis orangefarbenen Blüten zieren von Mai bis Oktober die Beete.




Aber nicht nur wegen ihrer dekorativen Wirkung wurde sie geschätzt. Auch in der Volksmedizin wurde sie ihrer Wirkungen wegen vielfältig angewendet. Albertus Magnus (ca. 1200 bis 1280 n.Chr.), deutscher Gelehrter und Bischof, sah in ihr ein probates Mittel gegen Bisse giftiger Tiere. Auch Hildegard von Bingen lobte schon im 12. Jahrhundert die Wirkung der Ringelblume gegen allerlei Gifte und Krankheiten. Bei Gelbsucht sowie „Leber- und Milzverstopfung“ wurde sie angewandt. In etlichen Ländern traute man der Ringelblume zu, die Liebe eines Menschen zu erringen, wenn man die Erde, die sein Fuß berührt hatte, ausgrub und mit Calendula bepflanzte. Das Wachsen der Liebe wurde am Wachstum der Blume gemessen. Ihr etwas strenger Geruch soll zudem dazu in der Lage sein, böse Geister zu vertreiben.

Erwiesene Wirkung der Ringelblume

Mögen uns die oben geschilderten Wirkungen der Ringelblume zu Recht suspekt erscheinen, so ist doch ihre Wirksamkeit auf manchen Gebieten unumstritten. Tee aus fünf Gramm getrockneten Blüten auf einem Liter Wasser hilft bei Magenverstimmungen und wirkt krampflösend bei Menstruationsbeschwerden. Am gebräuchlichsten ist aber die äußerliche Anwendung von „Ringelblumenbutter“, also einer Salbe, die aus der Pflanze gewonnen wird. Bei Hautverletzungen, Ekzemen, Entzündungen, Blutergüssen, Quetschungen, Zerrungen und schmerzenden Krampfadern wirkt sie lindernd und heilend.

Anleitung zur Herstellung der Ringelblumensalbe

Zutaten:

  • 15 Gramm getrocknete Ringelblume oder 25 frische Ringelblumen
  • 125 Milliliter natives Olivenöl
  • 20 Gramm gereinigtes Bienenwachs

Zubereitung:

Man verwendet die ungespritzten Blütenköpfe entweder ganz oder zupft die Blütenblätter aus und verarbeitet nur diese. Das Öl mit den Blüten leicht zum Sieden bringen und die Mischung unter ständigem Rühren zwanzig Minuten auf dem Herd ziehen lassen. Hierbei werden die Wirkstoffe extrahiert. Das Öl darf nicht zu heiß werden, sonst verbrennen die Blüten. Das Öl durch ein feines Sieb gießen und anschließend durch einen Kaffeefilter.




Das geklärte Öl wird mit dem Bienenwachs erneut erhitzt, bis das Wachs schmilzt. Auch dabei nur mit geringer Hitze arbeiten. Die Mischung gut verrühren, in saubere Gläser füllen und abkühlen lassen. Ist die Salbe fest geworden, wird sie mit einem Deckel verschlossen und kühl aufbewahrt. Sie ist dann gut ein Jahr haltbar.

Calendula, der kleine Kalender

Die Blüten der Ringelblume öffnen sich am Morgen und schließen sich am Abend. Dieses Phänomen hat ihr den Namen Calendula, kleiner Kalender eingebracht. Öffnen sich die geschlossenen Blüten nicht, ist Regen zu erwarten.

Bitte beachten Sie dass dieser Artikel nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers ersetzen kann.

 

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