Paprika
Paprikafrüchte © H.D. Volz/pixelio.de

 

Ausgrabungen haben es an den Tag gebracht, Paprika, bot. Capsicum, wurde schon vor ca. 7.000 Jahren vor Christi Geburt in Mexiko als Nutzpflanze angebaut. Ursprünglich stammt die Wildform dieser Gewürzpflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse aus dem tropischen Südamerika. Vögel haben vermutlich für ihre Verbreitung nach Norden gesorgt.




Spanischer Pfeffer

Christoph Columbus, der ja eigentlich auf der Suche nach einem näheren Seeweg zu den zu seiner Zeit bereits bekannten Gewürzen in Indien unterwegs war, brachte die scharfen Schoten aus dem von ihm zufällig entdeckten Amerika unter dem Namen spanischer Pfeffer mit nach Europa. Die länglichen Früchte des Gewürzpaprikas (Capsicum frutescens) gedeihen an Sträuchern und sind als Chili oder Peperoni bekannt. Für deren Schärfe ist Capsaicin, ein Alkaloid, verantwortlich. Durch die Kolonisation im afrikanischen und asiatischen Raum von Spaniern und Portugiesen wurde diese Pflanze auch dort heimisch. Für die scharfe Gewürzmischung der asiatischen Küche sind Chilis unverzichtbar.

Die etwas mildere, einjährige Paprika (Capsicum annuum) fand seine Verbreitung im 16. Jahrhundert vor allem in Süd- und Südosteuropa, insbesondere in Ungarn. Der ungarische Wissenschaftler Albert Szent-Györgyi erhielt 1937 den Medizin-Nobelpreis für die Extraktion größerer Mengen von Vitamin C aus Paprika. Diese Pflanze ist das Gemüse mit dem größten Vitamin C-Gehalt überhaupt. Auf 100 Gramm Fruchtfleisch kommen insgesamt 340 Milligramm Vitamin C, dazu auch die Vitamine B1, und B2 sowie die Mineralien Kalium, Magnesium und Calcium. In Paprikaschoten überdies enthaltene Flavonoide und Carotine ergänzen die gesunden Inhaltsstoffe.

Paprika als Heil- und Zimmerpflanze

Paprika dient auch als Heilpflanze. Eine aus der Gewürzpaprika gewonnene Tinktur wird für antirheumatische Einreibungen verwendet. Gewürzpaprikasorten sind auch als Zimmerpflanzen wegen ihrer dekorativen Früchte beliebt. Durch züchterische Erfolge ist zudem die Variationsbreite der Chilis enorm gewachsen.

Paprika als Gemüsepflanze

Einen Aufschwung erlebte die Pflanze, als nach dem Zweiten Weltkrieg Capsicum annuum weiter zu der milden Gemüsepaprika gezüchtet wurde. Die etwa faustgroßen grünen, gelben oder roten Früchte erfreuen sich wegen ihres guten Geschmacks und ihrem hohen gesundheitlichen Wert großer Beliebtheit. Paprika wird in südlichen Ländern großflächig angebaut, in den Niederlanden in Gewächshäusern, weswegen sie ganzjährig erhältlich ist. Man genießt die Schoten roh oder erhitzt in zahllosen Varianten. Ihre hohle Form bietet sich besonders gut für Füllungen an.

An dieser Stelle folgen zwei Rezepte mit Paprika.

Gefüllte Paprika

Zutaten für 2 Personen:

  • 4 rote Paprikaschoten
  • 200 Gramm gemischtes Hackfleisch
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Tassen gekochter Reis
  • 1 Beutel geriebener Käse
  • 2 Esslöffel Öl
  • Salz, Pfeffer, Chili
  • Basilikum

Zubereitung:
Die Paprikaschoten waschen, halbieren und die Kerne entfernen. Die Zwiebel schälen und würfeln, in heißem Öl anbraten, das Hackfleisch dazu geben und ebenfalls braten. Mit Salz, Pfeffer und Chili kräftig abschmecken. Den Reis und einen halben Beutel Käse zu dem Fleisch geben und alles gut vermischen. Die Fleisch-Reis-Mischung in die Gemüsehälften füllen, mit Käse bestreuen und im heißen Backofen ca. dreißig Minuten garen. Mit Basilikum garniert servieren.

Marinierte Paprikaschote

Zutaten für 4 Personen:

  • je zwei rote, gelbe und grüne Paprikaschoten
  • 8 Esslöffel Olivenöl
  • 4 Esslöffel Zitronensaft
  • einige Stängel Thymian
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Die Paprikaschoten waschen, halbieren und die Innenhäute samt Kernen entfernen. Auf ein Backblech legen und die Schoten etwas platt drücken. Unter dem Grill solange erhitzen, bis die Haut dunkel wird und Blasen wirft. Nach dem Abkühlen lässt sich die Haut ganz einfach abziehen. Das weiche Paprikafleisch in Streifen schneiden, in eine Schüssel legen und mit einer Marinade aus Zitronensaft und Öl übergießen. Mit Salz, Pfeffer und reichlich Thymianblättchen würzen. Einige Stunden ziehen lassen.

Tortilla-Chips mit Paprika

Zutaten:

  • ½ rote Paprikaschote
  • ½ gelbe Paprikaschote
  • ½ grüne Paprika
  • 200 Gramm Hackfleisch
  • 1 Zwiebel
  • 3 Esslöffel Öl
  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • 100 Gramm geriebener Käse
  • 20 große Tortilla-Chips
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver




Zubereitung:
Die Zwiebel und die Paprika fein würfeln, zusammen mit dem Hackfleisch in heißem Öl anbraten. Mit Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Chili kräftig abschmecken. Den Käse unter die leicht abgekühlte Hackfleischmasse heben. Die Mischung auf den Tortillas verteilen und im heißen Ofen so lange garen, bis der Käse verlaufen ist. Dieses Gericht kann man gut als Fingerfood anbieten.

 

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