Erntefrische Oliven
Erntefrische Oliven
Auch bei uns in Deutschland gelten Oliven als Delikatesse. Die kleinen ovalen Früchte des Olivenbaumes (Olea europaea) können am richtigen Standort und mit der richtigen Pflege auch im heimischen Garten geerntet werden. Die immergrünen Gehölze wachsen sehr langsam und werden im Laufe der Jahre sehr knorrig. Mit einem Olivenbäumchen wird der Traum vom sonnigen Süden auf der eigenen Terrasse wahr.




Aussehen

Der Olivenbaum ist ein immergrünes Gehölz und gehört zur Familie der Ölbaumgewächse. Er zeichnet sich durch seinen strauch- oder baumartigen Wuchs aus und kann unter guten Bedingungen mehrere Jahrhunderte alt werden. Charakteristisch trägt der Olivenbaum schmale Laubblätter, die eine dunkelgrüne Oberseite und eine silbergraue Unterseite haben und wechselständig an kurzen Stielen stehen. Im Mai erscheinen an zwei bis vier Zentimeter langen Rispen gelblichweiße Blüten. Sie sind eher unscheinbar, verströmen aber einen angenehmen Duft. Oliven blühen zum ersten Mal, wenn sie etwa vier bis sechs Jahre alt sind und tragen erst ab dem siebten Standjahr Früchte.

Größe

Olivenbäume wachsen sehr langsam. Da sie aber auch sehr alt werden, können sie in ihrer mediterranen Heimat bis zu 20 Meter hoch werden. Auf der heimischen Terrasse im Kübel wird der Olivenbaum höchstens 1,50 Meter groß. An ihrem natürlichen Standort werden die Pflanzen bis zu 1000 Jahre alt. Die bei jungen Olivenbäumen silbrig-grüne glatte Rinde verwandelt sich mit zunehmendem Alter des Baumes zu einer rissigen Borke.

Olivenbäumchen
Olivenbäumchen

Früchte

Die ovalen Früchte des Olivenbaumes sind wahrscheinlich jedem bekannt. Oliven haben in der Mitte einen großen Samen und färben sich bei ihrer Reifung von grün über braun bis schwarz. Die Früchte des Olivenbaumes können nicht roh verzehrt werden, sie müssen eingelegt oder gekocht werden. Damit sich überhaupt Früchte aus den Blüten entwickeln können, ist ein Bestäubungspartner, also ein zweites Olivenbäumchen, sehr von Vorteil. Der Ernteertrag wird durch Fremdbestäubung ebenfalls erhöht. Mittlerweile wurden auch schon viele selbstfruchtende Sorten für den Hausgarten gezüchtet. Diese blühen zuverlässig und tragen jedes Jahr Früchte. Je älter ein Olivenbaum ist, um so ertragreicher ist er auch. Eine besonders gute Ernte ist aber nur jedes zweite Jahr zu erwarten.

Herkunft

Der wilde Olivenbaum stammt ursprünglich aus dem Mittelgebiet, dem Nahen Osten und Südafrika. Die Pflanze kann sehr hohe Temperaturen ertragen, ist aber empfindlich gegen Frost. Kultursorten wachsen heute in allen Gebieten ohne extreme Klimabedingungen und werden heute auch in Japan, Südafrika, Australien sowie Nord- und Südamerika angebaut. Kultiviert werden Oliven bereits seit dem 4. Jahrtausend vor Christus und zählen deshalb zu den ältesten bekannten Nutzpflanzen. Der Olivenbaum mit seinem silbergrauen Laub ist charakteristisch für den Mittelmeerraum. In der Antike galt Olivenlaub als Friedenszeichen. Bei den olympischen Spielen war ein Kranz aus Olivenzweigen die höchste Auszeichnung.

Anpflanzung und Pflege

Ein Olivenbaum gehört zu den anspruchslosesten Kübelpflanzen. Er liebt einen sonnigen Standort und fühlt sich auf einem Balkon oder einer Terrasse in Südlage oder einem temperierten Wintergarten besonders wohl. In standfeste Ton- oder Terracottatöpfe mit hochwertiger Kübelpflanzenerde gepflanzt kommt die Olive in Kombination mit Oleander, Rosen oder Malven besonders gut zur Geltung. Da Olivenbäume trockenheitsliebende Pflanzen sind, sollten sie nur sparsam gegossen und Staunässe unbedingt vermieden werden. Gedüngt wird die Olive ein- bis zweimal im Monat, da sie nährstoffarmen Boden bevorzugt. In milden Regionen mit Wintertemperaturen über 5 Grad minus kann der Olivenbaum auch in den Garten gepflanzt werden. Im Freiland sollte der Standort windgeschützt sein. Für die Auspflanzung eignen sich vor allem ältere Exemplare winterharter Sorten aus heimischen Baumschulen.




Ernte im heimischen Garten

Die beste Erntezeit für Oliven wird je nach Sorte von der Anzahl der Sonnenstunden, den vorherrschenden Temperaturen und der richtigen Bewässerung bestimmt. Die Früchte können unreif geerntet werden oder erst nach dem Ausreifen am Baum. Im frühen Stadium geerntete, noch grüne Oliven enthalten mehr wertvolle Pflanzenwirkstoffe, aber auch mehr Bitterstoffe als die reifen Früchte. Mit fortschreitender Reife, etwa zwei bis drei Monate später, ändern Oliven ihre Farben von Gelbgrün bis Rötlich-Violett. Die Früchte werden milder und entwickeln eine gewisse Schärfe. Wenn die Früchte lange genug am Baum reifen können, werden sie tiefschwarz. Dann enthalten die Oliven mehr einfach gesättigte Fettsäuren, weniger Bitterstoffe und haben eine süßliche Note.

 

Olivenbaum - Olea Europea Stämmchen 150-160 cm
  • Der Olivenbaum, oder auch Echter Ölbaum genannt, stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, Südafrika und dem Nahen Osten. In unseren Breitengraden ist es ihm im Winter zu kühl, weswegen er nicht winterhart ist, er sollte frostfrei überwintert werden. Er hält kurzzeitig bis -10 Grad C aus.
  • Seine Schönheit nimmt mit dem Alter zu, da die Stämme immer knorriger werden und mit der Zeit hohl werden. Der Olivenbaum kann sehr alt werden, meist mehrere hundert Jahre, das Alter der ältesten bekannten Exemplare schätzt man sogar auf mehr als tausend Jahre.
  • Im Frühjahr/Sommer hat der Olivenbaum seine Blüte, die kleinen weißen Blüten stehen in Rispen und duften auch. Die meisten Sorten sind selbstfruchtend, wobei Fremdbefruchtung den Ertrag steigert.
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