Blüte der Clematis 'Hagley Hybrid
Blüte der Clematis ‚Hagley Hybrid‘ © Dieter Hupka

 

Clematis gehören zu den beliebtesten Kletterpflanzen für unsere Gärten. Ihre Aufzucht, besonders die der prächtigen großblumigen Hybriden, gilt als heikel. Robustere Sorten sorgen für ungetrübte Blütenpracht. Hier kommen ein paar Tipps für Einsteiger.




Die prachtvollen großblumigen Clematis-Hybriden sind in ihrer Aufzucht etwas heikel, was Pflege, Standort und Schnitt betrifft. Gefürchtet ist die sog. Welkekrankheit, eine Pilzerkrankung, welche der gesamten Pflanze in kürzester Zeit den Garaus macht. Wildarten und die aus ihnen hervorgegangenen Sorten sind dagegen nahezu resistent.

Eine Liste dieser robusten Sorten hat die internationale Clematisgesellschaft zusammengestellt (International Clematis Society: „Clematis for Beginners“). Eine Auswahl der gängigsten Gruppen ist hier aufgelistet.

Pflege und Standort

Für alle Clematisgruppen gelten dieselben Bedingungen, was Pflanzung, Standort (sortenabhängig) und Pflege betrifft. Nur der Schnitt ist jeweils für die Blühwilligkeit von unterschiedlicher Bedeutung. Hierüber gibt das Etikett Auskunft, welches zur wiederholten Kenntnisnahme aufgehoben werden sollte.

Clematis alpina

Die Heimat der Alpen-Waldrebe (Clematis alpina) liegt in Nord- und Osteuropa. Auch in Japan und Nordamerika sind zahlreiche Sorten dieser Gruppe zu Hause. Sie zeichnen sich durch große Robustheit und Winterhärte aus und sind nahezu für alle Verwendungsmöglichkeiten geeignet.

Ihre Wuchshöhe liegt bei 2 – 3 m, selten 4 m. Sie gehören zur Rückschnittgruppe 1 oder A, d. h., sie werden in der Regel nicht zurückgeschnitten. Sind sie unten zu sehr verkahlt, wird nach der Blüte Ende Mai geschnitten. Ihre glockenartigen Blüten erscheinen im April oder frühen Mai und evtl. im Spätsommer ein zweites Mal. Alpina-Sorten blühen in Blau bis Violett.

    • Auf der Liste für Einsteiger sind für das blaue Spektrum „Alpina“ ‚Frances Rivis‘ und Clematis macropetala (eng verwandt mit Clematis alpina) vorgeschlagen.
    • Rosa blühen ‚Constance‘ und ‚Markham’s Pink‘.
    • Weiß ist der Clematis macropetala ‚White Swan‘.
Eine rankende Clematis 'Hagley Hybrid
Eine rankende Clematis ‚Hagley Hybrid‘ © Dieter Hupka

Clematis montana

Die Waldreben (Clematis montana) zeigen die vertrauten sternförmigen Blüten in Weiß und diverse Rosatöne. Alle Sorten sind äußerst stark wachsend und erreichen Höhen von über zehn Metern. Sie sind daher ideal für Pergolen und an Bäumen (Rückschnittgruppe 1, A).

  • Kleinblütig, aber überreich blühen in Rosa ‚Broughton Star‘, ‚Tetra Rose‘ und ‚Mayleen‘.
  • Weiße Blüten tragen ‚Grandiflora‘ Alba, ‚Miss Christine‘ und ‚Mountain Glory‘.

Clematis viticella

Für nahezu alle Standorte sind Pflanzen aus der Gruppe der Wildart Italienische Waldreben (Clematis viticella) geeignet. Die extrem winterharten Pflanzen werden im November über dem Boden abgeschnitten (Schnittgruppe 3, C).

Ihre Blüten erscheinen am jungen Holz von Juni bis August überreichlich.

  • Teils erscheinen sie als Glöckchen (Viticella), nämlich ‚Betty Corning‘, ‚Rosea‘ oder ‚Hagelby White‘,
  • teils als flache Blütensterne wie ‚Abundance‘, ‚Royal Velours‘ oder ‚Rubra‘.

Sie sind in nahezu allen Farben erhältlich.

Großblumige Sorten

Auch Freunde der großblumigen Clematis werden auf der Liste für Einsteiger fündig.

Als einige Beispiele seien genannt:

Frühblühend sind ‚General Sikorski‘ (blau), ‚Guernsey Cream‘ (weiß), ‚Piilu‘ (rosa gefüllt) und ‚Niobe‘ (rot).

  • Sommerblühend sind z. B. ‚Huldine‘ (weiß), ‚Hagley Hybrid‘ (rosa) und ‚Jackmanii‘ (blau).

 

Tipp: Als Experte der Clematis-Zucht sei Friedrich Manfred Westphal in 25497 Prisdorf (www.clematis-westphal.de) empfohlen. Sein Sortiment lässt kaum einen Wunsch unerfüllt.

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