Kaktus
Ein schön stacheliger Kaktus © magro_kr/flickr.com

 

Einer weit verbreiteten Ansicht nach gedeihen Kakteen ausschließlich in trockenen Wüstengebieten. Das stimmt so nicht. Die ursprünglich in Amerika und Afrika beheimateten Sukkulenten, zu denen auch der Kaktus gehört, wurden bereits ab dem 14. Jahrhundert von Seefahrern und anderen Reisenden in alle Teile der Welt mitgenommen, um sie zu kultivieren. Heute findet man sie auch in tropischen Regenwäldern, in Halbwüsten und im Hochgebirge.




Über 2000 Arten

Die Familie der Kaktusgewächse umfasst über 2.000 Arten, von denen nicht alle Dornen besitzen. Einige tragen eine wollige Behaarung oder einen filzartigen Überzug. Gemeinsam ist ihnen die Eigenschaft, in ihrem Gewebe Wasser speichern zu können. Die fehlenden beziehungsweise zu Dornen umgewandelten Blätter verhindern eine übermäßige Verdunstung. Die meisten Kakteen wachsen relativ langsam. Sie können ganz unterschiedliche Größen erreichen. Einige Arten werden mehrere Meter hoch, verzweigen oder bilden Kurztriebe aus. Andere bestehen lediglich aus einem Hauptspross. Die unterschiedlich gefärbten, oft auffälligen Blüten ziehen Insekten an. Sie können einen Durchmesser bis zu 30 Zentimeter erreichen.

Kakteen im eigenen Heim oder Garten

Wer Kakteen halten möchte, muss ihre Ansprüche kennen. Sollen sie im Freien stehen, dürfen die Temperaturen nie unter 0 Grad Celsius absinken. In kühleren Regionen ist es angebracht, sie im beheizten Gewächshaus, im Wintergarten oder in der Wohnung zu halten. Ein lockerer Boden, der aus grobkörnigen Material bestehen sollte, sorgt für einen guten Wasserabzug. Staunässe verträgt der Kaktus nicht. Mit Trockenperioden hingegen kommt er gut zurecht, zumal er aus seinen Wasservorräten schöpfen kann. Anstatt täglich sparsam zu gießen, empfehlen sich wöchentliche bis 14-tägige mäßige Wassergaben. So hat der Stamm die Möglichkeit, ausreichend Wasser aufzunehmen, um es anschließend aufzubrauchen. Das kommt den natürlichen Lebensbedingungen am nächsten.




Stand am Fenster

Der Kaktus ist lichthungrig. Deswegen ist ein Stand am Fenster zu bevorzugen. Einige Arten vertragen allerdings keine pralle Mittagssonne. Sie sollten nicht am Südfenster aufgestellt oder mit einem ausreichenden Schutz versehen werden. Sollen Sukkulenten blühen, müssen ihre Lebensbedingungen einem jährlichen Rhythmus angepasst werden. Im Winter sollen die Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad Celsius liegen, damit die Pflanzen eine Winterruhe einhalten und danach ihre Blüten entwickeln können. In dieser Zeit gießt man sparsamer. Grundsätzlich geben sich Sukkulenten mit einem nährstoffarmen Boden zufrieden. Eine spezielle Düngung allerdings trägt zum besseren Gedeihen bei. Der Stickstoffanteil in Kakteendüngern ist im Gegensatz zu normalen Blumendüngern niedrig, weshalb ausschließlich diese verwendet werden sollten. Weitere Bestandteile sind Phosphor, Kalium, Calcium und Magnesium. Gedüngt wird ausschließlich in der Wachstumsperiode, wobei die Dosierung im Frühjahr langsam gesteigert wird. Vermehren lassen sich Kaktusgewächse über Stecklinge, Ableger oder Samen.

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