Katze
Katzen sind Leckermäuler © Radka Schöne/pixelio.de

 

Mancher Gartenbesitzer wird verwundert bis verärgert festgestellt haben, dass seine wunderschöne leuchtend blaue Rabattenpflanze verwüstet am Boden liegt. Was war geschehen? Es war nicht stürmisch und die Nachbarskinder haben woanders Fußball gespielt. Nimmt man den Tatort einmal genauer in Augenschein, so wird man feststellen, dass sich etliche Haare in den Zweigen verfangen haben: Katzenhaare! Denn: Katzen lieben Kräuter.




Eine Delikatesse – die Katzenminze

Bei der Pflanze, die Katzen so sehr lieben, dass sie darin baden, handelt es sich um die Katzenminze, eine beliebte Zier- und zugleich klassische Rosenbegleitpflanze. Nepeta, so der lateinische Name der Pflanzengattung der Katzenminzen aus der Familie der Lippenblütler, enthalten Nepetalacton, eine hormonähnliche Substanz, die in der Echten Katzenminze (Nepeta cataria) nachgewiesen und seit 1941 aus dieser gewonnen wurde. Dieser Stoff übt auf Katzen eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus.

Wer seine Katze liebt, sollte an einem trockenen Ort ein Plätzchen für seinen Stubentiger reservieren und mit Nepeta bepflanzen. Zur Auswahl stehen die Katzenminzen Nepeta faassenii in unterschiedlichen Höhen und den Blütenfarben weiß oder blau. Wer sich allerdings an einer aufrecht stehenden, nicht angeknabberten Staude erfreuen will, greife auf die zitronige Katzenminze Nepeta x faassenii „Grog“ zurück. Auch die japanische Katzenminze Schizonepeta tenuifolia ist für Katzen nicht geeignet, obwohl ihr Name das Gegenteil vermuten lässt.

Baldrian und Salbei zieht Katzen magisch an

Baldrian, ein bewährtes Naturheilmittel, welches bei Menschen in verschiedenen Darreichungsformen zur Beruhigung verordnet wird, ist ein wahres Fest für Katzen. Valeriana officinalis lautet der lateinische Name für Baldrian. Er wird auf Grund seines starken Duftes für die menschliche Nase oft als unangenehm empfunden, anders für die empfindlichen Riechorgane der Katzen. Diese heimische Pflanze gedeiht gut an feuchten Standorten.

Auch der Muskatellersalbei, lat. Salvia sclarea, gehört zu den Favoriten im Katzenbeet. Dieser besonderen Art aus der großen Familie der Salvien wird für Menschen eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Bei Katzen wird es wohl genauso sein. Dieses zweijährige Gewächs ist eine imposante Staude, die auch nach dem Verblühen einen schönen Anblick im Garten bietet. Durch Selbstaussaat ist sie leicht vermehrbar. Salbei bevorzugt trockene, warme Standorte.

Auch beliebt sind Katzengamander, Poleiminze und Kriechende Jakobsleiter

Katzengamander, lat. Teucrium marum, wird zugeschrieben, er sei die Katzendroge Nr. 1. Seine Heimat ist Spanien, sein Aussehen erinnert an Thymian. Wie dieser blüht er rosa, seine Blätter verströmen einen angenehmen Duft. Er liebt trockene, sonnige Standorte.




Halbschattige feuchte Standorte verlangt indes die Kriechende Jakobsleiter. Bei den Indianern war Polemonium reptans ein bewährtes Heilmittel. Die Wurzeln und Blüten verströmen einen starken Baldrianduft. Auf Grund des schnellen Wachstums ist die Kriechende Jakobsleiter ein ausgezeichneter Bodendecker.

 

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