Stadttauben
Ein Taubenpärchen © Thomas Max Müller/pixelio.de

 

Die Familie der Tauben (Columbidae) umfasst weltweit etwa 300 Arten, die viele Lebensräume erobert haben. Am größten ist die Art der Guineataube mit einem Gewicht von bis zu zwei Kilogramm, doch gibt es auch Taubenarten, die nicht größer als eine Meise sind. Tauben haben einen muskulösen Körperbau und sind deswegen hervorragende Flieger. Auffallend ist bei allen Arten der im Verhältnis zum restlichen Körper recht kleine Kopf. Die meisten Tauben sind reine Körnerfresser, nur wenige Arten ergänzen ihre Ernährung durch eiweißreiche tierische Kost. Ein typisches Verhalten der Tauben unterscheidet sie von allen anderen Vögeln: Sie müssen zum Trinken nicht den Kopf heben, sondern sie können das Wasser „heraufschlucken“. Tauben bauen einfache Nester und ernähren ihre Küken in den ersten Tagen mit einer Kropfmilch. 




In Mitteleuropa lebten ursprünglich fünf Taubenarten: Hohltaube, Ringeltaube, Türkentaube und die Felsentaube, aus der der Mensch schon vor langer Zeit die Haustaube züchtete. Die Tiere dienten nicht nur der Ernährung, sondern sind auch als Brieftauben legendär. Die Schweizer Armee schaffte ihren Brieftaubendienst erst 1996 ab. Verwilderte Haustauben wurden zu unserer Stadttaube, die wohl das Bild der Taube bei den meisten Menschen prägt.

Die Stadttaube

Die Stadttaube erreicht eine Höchstlänge von etwa 35 cm und hat meistens ein hellgraues Gefieder mit einem grünlichem bis violettem, leicht metallischem Glanz. Viele Stadttauben weichen von dieser durchschnittlichen Farbgebung ab. So fallen immer wieder sehr helle oder dunkle Tiere auf. Oft flattern auch scheckige Exemplare mit weißen Flecken durch die Städte. Sogar rein weiße Tiere können beobachtet werden. Die Farbvarianten sind ein Erbe der vielen Zuchtformen.

Der relativ kurze, gekrümmte Schnabel ist der eines Körnerfressers. Doch sind die heutigen Stadttauben im Gegensatz zu ihrer Verwandtschaft Allesfresser, was wohl als Anpassung an das vielfältige Nahrungsangebot in Städten, Parks und Gärten zu betrachten ist. Die günstigen Lebensbedingungen im urbanen Umfeld haben zur explosionsartigen Vermehrung und vielen Problemen für den Menschen geführt. So beschädigt der Taubenkot Gebäude, was besonders historische Bausubstanz gefährdet. Stadttauben sind leider auch Überträger vieler Infektionskrankheiten, die vor allem unsere Wildvögel bedrohen. Hingegen konnte nicht nachgewiesen werden, dass eine Übertragung von Salmonellen von der Taube zum Menschen möglich ist.

Taubengurren

Rasante Flieger

Die rasanten Flieger erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Ihr Balzgesang ist das Gurren, ein Begriff mit lautmalerischer Bedeutung. Die Warnrufe der Stadttauben sind ein lang gezogenes „hui“. Daneben erzeugen die Tiere auch Klack- und Rascheltöne.




Stadttauben können bis zu viermal im Jahr brüten und legen dann meistens zwei Eier. Die Nachkommen verlassen schon nach 35 Tagen das Nest und sind nach einem halben Jahr geschlechtsreif.

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