Kastanien
Kastanien

 

Kastanien besitzen wegen ihres hohen Gehalts an phytogenen Inhaltsstoffen eine Heilkraft bei Venen- und Gelenkerkrankungen.




 

Bei einem Spaziergang im Herbst füllen sich nicht nur Kinder die Taschen mit den rotbraun glänzenden Samen der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum). So verführerisch leuchten die frisch gefallenen Früchte, dass man sie gern einsammelt. Sei es als Bastelmaterial oder für eine herbstliche Dekoration.

Welche Heilkraft in ihnen steckt, ahnen nur wenige, obwohl es ein alter Brauch ist, sich eine Kastanie gegen das „Gliederreißen“ in die Tasche zu stecken. Bei dieser Handhabung ist jedoch nur der Glaube an eine Wirkung heilsam. Um an ihre gesundheitsfördernden Kräfte zu gelangen, muss man den Kastanien schon mit einem Messer zu Leibe rücken und die Bruchstücke verarbeiten.

Die Inhaltsstoffe

Rosskastanien gehören wegen ihres hohen Gehalts an Saponine (Aesculin) zu den Seifengewächsen. Wirksam sind außerdem die Gerbstoffe (in der Schale enthalten),  Flavonoide (Rutin, Quercetin), Cumarine, Bitterstoffe und Fette. Der Gehalt an diesen Wirkstoffen ist bei den frischen, glänzenden Früchten am höchsten, weshalb sie schnell verarbeitet werden sollten. Tinkturen, Lotionen und Salben halten im Kühlschrank mehrere Wochen.

Anwendung

Am häufigsten verwendet werden Präparate aus Kastanien bei Venenentzündungen (Krampfadern, Durchblutungsstörungen nächtliche Wadenkrämpfe, Ödeme) sowie Hämorrhoiden, rheumatischen Beschwerden, Juckreiz und Frostbeulen.

Weil Kastanien schwach giftig sind, sollten ihre Rezepturen nur äußerlich und bei unverletzter Haut angewendet werden.

Rezepte

Die Samen der Kastanien werden zu Hause gründlich gewaschen und getrocknet. Dann werden sie mit einem Messer grob zerkleinert und weiterverarbeitet.

Kastanientinktur

Zwei Handvoll Kastanienbruch werden mit ca. 500 ml Alkohol (Korn) in einem verschließbaren Gefäß übergossen, sodass sie völlig bedeckt sind. Sodann hell und warm aufstellen. Der Ansatz muss täglich geschüttelt werden. Nach einiger Zeit entsteht ein weißer Bodensatz aus der aufgelösten Stärke, welcher nach ca. vier Wochen zusammen mit dem Ansatz abgesiebt wird.

Zuerst wird ein grobes Sieb verwendet, dann ein feineres und zum Schluss ein Baumwolltuch. Die klare Flüssigkeit ist dunkel, wenn ungeschälte Samen verwendet wurden und gleichzeitig gehaltvoller an Gerbstoffen. Wurden die Früchte vor dem Ansatz geschält, ist sie hell, was für die Weiterverarbeitung zur Salbe ratsam ist.

Die Tinktur ist ein Jahr lang haltbar und kann als Einreibemittel direkt oder als Venenwickel angewandt werden. Als Wickel wird die Tinktur im Verhältnis 1 : 5 mit Wasser verdünnt und erwärmt. Ein dünnes Tuch wird mit dem Sud getränkt, auf die schmerzende Stelle gelegt und mit einem Wolltuch bedeckt. Der Wickel sollte ¼ Stunde einwirken und zweimal täglich angewendet werden. Nach einer Woche Anwendung sollte genauso lange pausiert werden.

Venensalbe

Für 100 ml helle Tinktur benötigt man:

  • 15 g Bienenwachs
  • 50 g Wollwachs (jeweils aus der Apotheke)
  • 100 ml Olivenöl

Die Tinktur und die Fette werden getrennt voneinander im Wasserbad bei 70 °C erwärmt und dabei gut umgerührt, damit sich alle Zutaten gut vermischen. Sind die Fette geschmolzen, lässt man die Tinktur unter ständigem Rühren langsam zufließen. Das lässt sich leicht mit dem Knethaken eines Handrührgerätes durchführen.

Die dickflüssige Salbe wird in saubere Döschen (aus der Apotheke) gefüllt und verschlossen.

Im Kühlschrank hält die Salbe bis zu neun Monaten.

Gesundheitsbad

Ein Bad im Kastaniensud hat eine abschwellende und entwässernde Wirkung.

Für den Sud werden ca. 1 kg ungeschälte zerkleinerte Kastanien über Nacht gewässert, kurz aufgekocht und 20 Minuten köcheln gelassen und sodann abgesiebt. Der Sud wird dem warmen Badewasser zugegeben. Nach einem Bad von 15 bis 20 Minuten sollte man ruhen.

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