Ein Igel auf Wanderschaft
Ein Igel auf Wanderschaft

 

Der Igel trägt in Fabeln oftmals den Namen „Arbnora“ oder „Sineigel“. Ihm wird ein kluger Charakter nachgesagt und ein sonniges Gemüt. Und das verwundert auch weniger angesichts der Tatsache, dass er die unwirtlichen, frostigen und trüben Monate schlichtweg überschläft. Igel sind die einzigen Winterschläfer unter den Insektenfressern. Bis zu fünf Monaten können sie, zusammengerollt zur Stachelkugel und mit heruntergefahrener Körpertemperatur sowie radikal reduziertem Stoffwechsel, die kalte Jahreszeit überbrücken… sofern sie denn ein adäquates Winterquartier gefunden haben. Auf der Suche nach diesem sind die eigentlich nachtaktiven Tiere im Herbst auch tagsüber oft zu sehen. Es gilt, mit Insekten, Schnecken und Würmern die Fettdepots aufzufüllen, die als Kälteschutz und Nahrungsspeicher zwingend vonnöten sind. Außerdem muss ein passender Unterschlupf gefunden werden, in dem der Igel für die kommenden Monate ungestört seine Winterruhe halten kann. Und das gestaltet sich mitunter gar nicht mal so einfach.




Wichtiger Lebensraum in Städten

Besonders in Städten haben es die stacheligen Gesellen schwer, ein Winterquartier zu finden. Ein Garten bietet dafür jedoch eine ideale Gelegenheit. Er ist ein wichtiger Lebensraum für Igel. Wenn die Temperaturen anhaltend auf den Gefrierpunkt sinken, dann bilden Hecken (besonders geeignet sind Benjeshecken), Reisighaufen oder mit Laub bedeckte Mulden in der Erde das perfekte Schlafzimmer für den Igel. Wer den Tieren wohlgesonnen ist, kann auch nachhelfen und mit wenig Aufwand den Igeln „ihr Bett machen“. So bietet beispielsweise ein zusätzlich mit Steinen stabilisierter Reisighaufen dauerhaften Schutz. Ähnlich verhält es sich mit alten Baumwurzeln und -stümpfen. Dichtes Laub oder ein Komposthaufen schützen vor Kälte und härtere Materialien wie Holz und Stein vor äußeren Einflüssen oder unliebsamen Besuch. Wie wir Menschen, brauchen auch Igel während des Schlafens ihre Ruhe. Deshalb ist es ratsam, ihnen ihr Quartier in einer eher abgelegenen Ecke des Gartens zu errichten.

Ein echtes Haus für den Igel

Wer es den Tieren ganz bequem machen möchte, kann auch ein spezielles Igelhäuschen mit Eingangsbereich, Speisekammer und Schlafzimmer aufstellen. Für die einfache Variante werden lediglich ein paar Bretter, eine Holzplatte, Dachpappe und einige Schrauben benötigt, oftmals genügt auch schon eine ausgediente Obstkiste. Mit ein wenig Geschick ist ein solches Haus schnell errichtet und bezugsbereit. Wer dem Igel dann doch eher eine Steinvilla „schlüsselfertig“ übergeben möchte, braucht neben Ziegelsteinen, Betonplatten und eventuell Mörtel auch ein paar statische Grundkenntnisse, damit das Haus nicht eines Tages über dem schlafenden Bewohner einfach zusammenstürzt. Eine Innenraum-Größe von 40 mal 40 Zentimeter ist völlig ausreichend, ganz gleich ob Holz- oder Steinhaus. Die inneren Trennwände dienen dazu, den Futter- vom Schlafraum abzutrennen und die Igel vor Katzen, Ratten und anderen ungebetenen Besuchern zu schützen. Zudem sollte das Haus etwa 35 Zentimeter hoch sein und ein abfallendes Dach haben, damit das Regenwasser nicht vor den Eingangsbereich läuft, der wiederum zur wetterabgewandten Seite liegen sollte. Als Inneneinrichtung bevorzugen Igel alte Zeitungen, Stroh Holzwolle oder Laub. Wer handwerklich keinerlei Begabung hat oder wem schlichtweg die Zeit fehlt, dem Igel ein adäquates Heim zu bauen, kann auch ein fertiges Igelhaus kaufen. Im Baumarkt oder Internethandel gibt es sie in den verschiedensten Ausführungen und Preisklassen.

Freier Zugang zum Garten

Doch was bringt die bestausgestattete Igelbehausung ohne freien Zugang für die Stacheltiere? Viele schotten ihre Gärten gern mit dichten Zäunen oder Mauern vom Rest der Welt ab – und somit auch vom Igel. Auf ihrer nächtlichen Nahrungssuche legen die Tiere gut und gerne schon mal drei Kilometer zurück. Das Revier eines Igels kann bis zu 100 Hektar groß sein, ein einzelner Garten genügt ihm da selten. Deshalb ist es wichtig, frei passierbare Durchgänge in den Zäunen und Mauern zu schaffen. Ein Durchmesser von etwa 14 Zentimetern reicht da völlig aus. Darüber hinaus mögen es Igel naturbelassen. Ein penibel gepflegter englischer Rasen und millimetergenau angelegte, überdüngte Beete werden ihn kaum anlocken. Bei sattem, hohen Gras, Komposthaufen und Holzstapeln sowie einer Wasserquelle ist es nur eine Frage der Zeit, dass auch der stachelige Besucher irgendwann vorbeischaut und sich – sofern er denn auch ein geeignetes Winterobdach vorfindet – als willkommener Langzeitgast einquartiert.

Als Haustier ungeeignet

Doch bei aller Tierliebe, sollte nicht vergessen werden, dass es sich bei Igeln um Wild- und eben keine Haustiere handelt. Zuviel menschliche Nähe tut ihnen nicht gut. Solange die Tiere gesund sind, können sie ihre für den Winterschlaf benötigte Nahrung selbst beschaffen und auch ihr bereitgestelltes Winterquartier finden sie von allein. Eine Überwinterung und Pflege im Haus ist lediglich bei kranken und verletzten Igeln gerechtfertigt. Und auch hier sollte im Anschluss das Ziel die Auswilderung bleiben.

 

Neudorff 33409 Igelhaus
  • Rückzugs- und Überwinterungsquartier für Igel - mit witterungsbeständigem Dach
  • Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft - vom NABU (Naturschutzbund) empfohlen
  • Igel ernähren sich von Schnecken und Insekten und regulieren so den Befall im Garten
  • mit Labyrintheingang zum Schutz vor Katzen u. a. Eindringlingen
  • 6-teiliger Bausatz incl. Werkzeug
Menü Trockenfutter 2 5kg IGEL
  • Für den Winterspeck im Herbst oder als Kraftfutter für den Frühling: Trockenfutter mit Mehlwürmern, Krebstieren, Nüssen und Früchten - Abgestimmt auf die speziellen Ernährungsbedürfnisse von Igeln
  • Artgerechte Hilfe für Igel: Mit Vitaminen und Mineralstoffen,70 % Anteil tierischer Proteine am Gesamtprotein, Ohne Zusatz von Zucker, Salz, künstlichen Farb-/ Aromastoffen und ohne künstliche Geschmacksverstärker.
  • Zusammensetzung: Getreide, Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Weich- und Krebstiere, Öle und Fette, Pflanzliche Nebenerzeugnisse, Nüsse, Früchte, Insekten, Gemüse, Hefen, Mineralstoffe
  • Hauptfutter, Fütterungsempfehlung: 2-4 EL pro Tag (je nach Größe), Bereitstellen von ausreichend Trinkwasser, Bitte beachten: Milch führt bei Igeln zu Verdauungsproblemen
  • Lieferumfang: Vitakraft Alleinfutter für Igel, Premium Menü, Mehlwürmer/Krebstiere/ Nüsse/Frücht

 

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