Die Blüte einer historischen Rose
Rosen lassen sich mithilfe des Okulierens vermehren.

 

Jeder liebt Rosen, das Vermehren der Rosen ist allerdings nicht jedermanns Sache – und nebenbei auch nicht ganz so einfach. Eine bewährte Methode das Okulieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie bei dieser bestimmten Veredelungstechnik am besten vorgehen. Von allen Veredelungstechniken gilt das Okulieren als eine der einfachsten; auch Anfänger können sich daran versuchen, sollten aber etwas Geduld mitbringen.  

  • Was ist Okulieren?
  • Wie wird veredelt?
  • Die Veredlung schützen




Wissenswertes

Der Begriff stammt aus dem Lateinischen: das lateinische Wort „oculus“ bedeutet auf deutsch „Auge“, und beim Okulieren wird eben auch ein „Auge“ eingesetzt, im wahrsten Sinne des Wortes: bei dieser Form der Veredelung setzt man ein so genanntes „schlafendes“ Auge der Edelsorte in die Rinde der Veredelungsunterlage ein. Für die Vorgang benutzen Sie ein spezielles Okuliermesser. Was nicht ganz so bekannt ist: Durch die Okulation wurde der Rosenanbau im großen Stil erst möglich. Wichtig ist, dass die Rosen zum Zeitpunkt der Veredelung gut im „Saft“ stehen, denn nur dann lässt sich die Rinde leicht lösen. Idealerweise haben Sie diese Rosen schon im Vorjahr gepflanzt und sie bei Trockenheit auch immer gut gewässert. Die eine oder andere Düngung ist ebenfalls sinnvoll, damit die Unterlagen zum Veredlungszeitpunkt im ausgehenden Hochsommer kräftig genug sind.

Trennen Sie das Auge ab

Im Folgenden zeigen wir Ihnen den Okulierprozess Schritt für Schritt. Zunächst sollten Sie einen fast verblühten Trieb von der edlen Sorte abschneiden; er dient fortan als Veredlungsmaterial. Seien Sie akribisch beim Entfernen aller Blätter, aller Stacheln und auch der Blüten. Etikettieren Sie die Triebe dann mit dem jeweiligen Sortennamen. Als nächstes okulieren Sie das in der Blattachse liegende Auge; trennen Sie es mit einem scharfen Veredelungsmesser vom Edelreis ab. Das mag schwieriger klingen als es ist – führen Sie einfach einen glatten Schnitt von unten durch und achten Sie darauf, dass Sie gemeinsam mit dem Auge auch ein längliches Rindenstück und einen flachen Holzspan separieren.

Ziehen Sie den Holzspan ab

Als nächstes lösen Sie den Holzspan auf der Rückseite von der Rinde. Den Blattstiel können Sie stehen lassen, allerdings sollte die Veredelungsstelle mit einem Veredlungsgummi oder auch mit einem (allerdings gewachsten) Wollfaden verbunden werden. Führen Sie jetzt mit dem Messer am Wurzelhals den sogenannten T-Schnitt aus. Darunter versteht man einen etwa zwei Zentimeter langen Längsschnitt, den man parallel zum Trieb ausführt, sowie im Anschluss daran einen kürzeren Querschnitt. Säubern Sie die Veredelungsstelle zuvor gründlich mit einem Tuch.

Das Auge muss in die Tasche

Jetzt muss das Auge noch in die entstandene Tasche. Lösen Sie dafür mit der Messerklinge die beiden seitlichen Rindenlappen vom Holz; allerdings nur auf die Art, dass Sie sie hochklappen. Schieben Sie das vorbereitete Auge der Edelsorte dann von oben in die entstandene Tasche. Wenn Sie das Auge einsetzen, achten Sie darauf, dass die Wuchsrichtung korrekt ist. Ist die Wuchsrichtung falsch, wachsen die eingesetzten Augen nicht an! Versehen Sie die frisch veredelte Rose am besten gleich mit einem Sortenetikett. Binden Sie die Veredelungsstelle anschließend mit einem Gummiband ab; das fällt übrigens nach einiger Zeit von alleine ab, ebenso wie der nach oben zeigende Blattstiel.

So geht es weiter

Auch nach dem eigentlichen Veredlungsprozess ist die Arbeit noch nicht zu Ende. Schützen Sie die Veredlung in den kalten Wintermonaten gut vor Frost. Entfernen Sie zudem alle Wildtriebe. Bisweilen entstehen aus der Veredlungsstelle mehrere neue Triebe. Wenn das nicht der Fall ist, sollte der neue Trieb um die Hälfte gekürzt werden, sofern er eine Länge von 10 bis 12 Zentimeter erreicht hat.




Das richtige Messer

Um erfolgreich zu okulieren, brauchen Sie das entsprechende Werkzeug: in diesem Fall ein gutes Okuliermesser. Die Auswahl ist groß: Es gibt unter anderem die verschiedensten Formen von Spezialmessern. Einen allgemeinen Tipp abzugeben, ist allerdings schwierig; lassen Sie sich am besten von einem Fachmann beraten.

 

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