Eine Erdwespe verlässt ihr Nest im Boden.
Eine Erdwespe verlässt ihr Nest im Boden.

 

Erdwespen, auch bekannt als Sandwespen oder Grabwespen, sind eine Gruppe von Wespenarten, die sich durch ihre Lebensweise und Verhaltensweisen auszeichnen. Hier sind einige wichtige Informationen über Erdwespen.

  • Die wichtigsten Fakten
  • Was tun bei einem Stich?
  • Pflanzen, die Erdwespen abhalten

Lebensweise der Erdwespen

Erdwespen leben in sandigen oder lockeren Böden und sind bekannt für ihre Fähigkeit, Gänge oder Höhlen im Boden zu graben, in denen sie ihre Nester anlegen. Diese Nester können eine Vielzahl von Formen haben, je nach Art der Erdwespe. Die Gänge dienen als Schutz für die Brut und als Unterschlupf für die erwachsenen Wespen. Erdwespen haben den typischen Wespenbau und sind ebenfalls an ihrer auffälligen schwarz-gelben Farbgebung zu erkennen.

Aktive Zeit

Erdwespen gehören zu den frühen Insekten im Garten. Sobald die Tage etwas länger und wärmer werden, schwärmen sie im frühen Frühjahr aus. Aktiv bleiben sie bis in den Herbst hinein. Danach sterben sie, einzige Ausnahme bilden die befruchteten Jungköniginnen, die in der kommenden Saison neue Völker begründen.

Die wichtigste Nahrung

Erdwespen sind Raubtiere und ernähren sich hauptsächlich von anderen Insekten und kleinen Beutetieren. Die Weibchen jagen Beutetiere, lähmen sie mit ihrem Stich und legen dann die gelähmte Beute in den Nestern ab, um sie als Nahrung für ihre Larven zu verwenden.

Sozialverhalten

Die meisten Erdwespenarten sind solitär lebende Insekten, was bedeutet, dass sie ihre Nester alleine anlegen und sich um ihre eigenen Nachkommen kümmern. Es gibt jedoch auch einige sozialere Arten, bei denen mehrere Weibchen in einem gemeinsamen Nest leben und zusammenarbeiten, um die Brut zu versorgen.

Stiche

Erdwespenstiche können schmerzhaft sein, die Tiere sind jedoch normalerweise weniger aggressiv wie die gemeine Wespe oder der Hornisse. Die meisten Erdwespen sind nicht besonders angriffslustig und stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Allerdings sollten Sie es vermeiden, ihren Nestern zu nahe zu kommen. Wenn Sie Allergiker sind, sollten Sie zügig einen Arzt oder Notdienst aufsuchen, beziehungsweise falls vorhanden ein geeignetes Gegenmittel einnehmen. Steckt der Stachel noch, sollten sie diesen vorsichtig hinausziehen. Kühlen Sie den Stich anschließend mit einer kalten Kompresse. Nach ein paar Stunden sollten die Schmerzen nachlassen.

Bestäubung

Einige Erdwespenarten spielen eine große Rolle bei der Bestäubung von Pflanzen, wenn sie Nektar von Blumen sammeln. Dies macht sie zu wichtigen Bestäubern in bestimmten Ökosystemen.

Artenvielfalt

Es gibt eine große Vielfalt von Erdwespenarten auf der ganzen Welt, und jede Art hat ihre eigenen Anpassungen und Verhaltensweisen entwickelt, um in ihrer spezifischen Umgebung zu überleben. In Deutschland sind vor allem die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe anzutreffen. Alle Erdwespenarten stehen hierzulande unter Naturschutz. Das heißt, dass man ihre Nester nicht entfernen oder sie auf andere Art und Weise bekämpfen darf. Auf ökologische Art können Sie sich dennoch die Erdwespen ein wenig fernhalten. Wenn Sie Weihrauch, Lavendel oder Basilikum bei sich im Garten anbauen, haben sie ein natürliches Abschreckungsmittel. Diese Pflanzen mögen die Tiere nämlich gar nicht.

Fazit

Insgesamt sind Erdwespen faszinierende Insekten, die eine wichtige Rolle in Ökosystemen spielen, indem sie Schädlinge kontrollieren und zur Bestäubung beitragen. Wenn Sie Erdwespen in Ihrer Umgebung haben, ist es in der Regel am besten, sie in Ruhe zu lassen und nicht zu provozieren, um Stiche zu vermeiden.




 

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