Die blaue Blüte der Wegwarte
Die blaue Blüte der Wegwarte

 

Die Wegwarte (Cichorium intybus) eine schöne blau blühende Pflanze, die auf trockenen sandigen Böden nur vormittags ihre auch Sonnenwirbel genannten Blüten öffnet und schon am Nachmittag welken lässt hat schon vor tausend Jahren die Menschen fasziniert.




Lange Zeit wurden der Wurzel magische Kräfte nachgesagt. Eine am Tag vor Peter und Paul (29. Juni) um 12 Uhr ausgegrabene Wurzel lasse angeblich Schlösser aufspringen und verhindere mutmaßlich Gefangennahme und Gefangenschaft. Eine auf nüchternen Magen verzehrte Wurzel verleihe ungeahnte Kräfte. Grabe man an Jakobi (25. Juli) die seltene weiße Wegwarte mit einem Geldstück aus, könne man sich unsichtbar machen. Wegwarte in die Mähnen und Schweife von Pferden geflochten vertreibe nächtliche Unholde und verhindere Krankheiten, die durch ihr Unwesen hervorgerufen würden. Die Wegwarte wurde als die „Blaue Blume“ der Romantik angesehen. Poeten waren in dieser Zeit ständig auf der Suche nach ihr. Warum sie nicht fündig geworden sind, bleibt rätselhaft, denn selten ist sie wahrlich nicht.

Eine Verwandlung in die Wegwarte

Rührend ist die Geschichte des jungen Mädchens, die tagein tagaus am Wegesrand gestanden und auf den ungetreuen Liebsten gewartet habe, bis sie sich schließlich in die Wegwarte verwandelt habe. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der ungetreue Liebhaber durch einen gefallenen Soldaten ersetzt. Aus dieser Geschichte lässt sich der Name der Wegwarte leicht ableiten.

Bereits im Altertum wurde sie von Griechen und Römern als Heilpflanze sehr geschätzt. Sowohl die Wurzeln, die unter anderem Intybin, Lactucerol, Inulin und Cichoriin enthalten, als auch die Blüten wurden von Sebastian Kneipp bei Leber- und Gallenleiden verordnet. Auch die Nierentätigkeit wird durch einen Tee aus der Wurzel oder aus den Blüten angeregt.

Vom „mocca faux“ zum „Muckefuck“

Zu einem Großeinsatz kam die Zichorienwurzel allerdings geröstet und aufgebrüht als „mocca faux“ (falscher Kaffee), später womöglich verballhornt zu „Muckefuck“, also Kaffeeersatz. Muckefuck tröstet nicht nur über den Mangel an echtem Kaffee hinweg, sondern ist sogar noch gesundheitsförderlich.

Ein wichtiges Wintergemüse ist durch Zufall entstanden. Zichorienwurzeln, die in einem dunklen Keller auf ihre Weiterverwendung warteten, trieben in dem feucht-warmen Keller helle, wohlschmeckende Sprossen: die Chicorée (Cichorium intybus var. foliosum).

Die Verwendung der Wegwarte in der Küche – zweifarbige Creme von der Wegwarte

Experimentierfreudige Kochkünstler haben sich an die Muckefuckwurzel erinnert und aus ihr das folgende exquisite Dessert gezaubert.

Zutaten für die dunkle Creme:

  • 500 Milliliter Espresso
  • 100 Gramm Zucker
  • 50 Gramm Wegwartenwurzel
  • 40 Gramm Speisestärke

Zutaten für die helle Creme:

  • 200 Gramm weiße Schokolade
  • 250 Milliliter Sahne
  • 2 Handvoll Wegwarteblüten

Zubereitung: Die Wegwartenwurzel klein schneiden und in einer Pfanne ohne Fett anbräunen, den Espresso dazu geben, einmal aufkochen, fünf Minuten köcheln lassen und abseihen. Das Stärkemehl kalt anrühren, mit dem Zucker zusammen zu dem Kaffee geben und aufkochen. Heiß in Portionsgläser geben und erkalten lassen.




Für die weiße Creme die Schokolade mit der Sahne aufkochen, köcheln lassen bis die Schokolade völlig gelöst ist. Im Kühlschrank erkalten lassen und steif schlagen. Mit den ausgezupften blauen Blütenblättern (vier schöne Blüten zur Dekoration zurück behalten) vermischen und auf die dunkle Creme geben.

Wegwarte - Cichorium intybus - 1000 Samen
  • Fotos, Artikelbeschreibung, Anzucht- sowie Pflegeanleitung sind im Paket nicht enthalten. Es werden keine Artikelbilder verkauft, das abgebildete Zubehör dient nur dem Größenvergleich und wird nicht mit der Ware verschickt. Die Samen werden in den Druckverschlussbeutel verpackt. Die Bezeichnungen werden handgeschrieben oder gedruckt. Die Produktbeschreibung finden Sie in der Mitte der Seite.
  • Weit verbreitete Wildpflanze. Winterharte Wildstaude. Magerwiesen, Wegränder, an Hecken und Zäune.
  • Aussaat: März-Juli. Keimdauer: 2-4 Wochen bei 15-20°C. Blütezeit: Juli-September.
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