Einen eigenen Garten zu besitzen, das ist der Lebenstraum vieler Menschen. Sie möchten dort einfach ungestört die Sonne genießen, an warmen Tagen mit der Familie unter freiem Himmel frühstücken, ihr eigenes Gemüse anbauen, einen Pool installieren oder den Hund spielen lassen… Die Möglichkeiten sind beinahe endlos. Allerdings ist so ein eigener Garten kein günstiges Unterfangen. Wie also lässt er sich dennoch verwirklichen?

 

Ein schöner Garten mit Rasen und Beeten
Ein eigener Garten ist der Traum vieler. Foto: adobe.stock/Andrea

Einen Garten mieten – ist das sinnvoll?

Nicht jeder kann sich einen eigenen Garten leisten. Glücklicherweise ist das aber auch kein Muss, wenn einem der Balkon als „Garten“ nicht mehr ausreicht, um dennoch seinen Lebenstraum verwirklichen zu können. Denn auch die Miete ist ein Konzept, das in Erwägung gezogen werden kann. Wer selbst zur Miete wohnt, hat im besten Fall direkt an die Wohnung oder das Haus einen Garten angeschlossen. Gehört dieser offiziell zum Mietobjekt, darf er in der Regel auch genutzt werden, sprich das Anlegen von Beeten, das Aufstellen von Möbeln und so weiter ist erlaubt. Wer sich diesbezüglich unsicher ist, sollte einen Blick in der Mietvertrag werfen oder direkt beim Vermieter nachhaken.

Schwieriger wird das, wenn es sich um einen Garten mit Gemeinschaftsnutzung handelt. So haben auch die anderen Wohneinheiten, also nicht nur diejenigen im Erdgeschoss, die Möglichkeit zur Nutzung des Gartens. Allerdings genießen sie dadurch deutlich weniger Privatsphäre sowie Individualität. Auch hier verrät der Blick in den Mietvertrag, was erlaubt ist und was nicht. Für manche Menschen ist so ein Gemeinschaftsgarten vollkommen ausreichend, wo sie hin und wieder grillen oder einfach relaxen können. Doch viele Personen wünschen sich stattdessen ein eigenes Grundstück, sei es auch nur zur Miete.

Ist kein solcher „Mietgarten“ an die eigene Wohnung angeschlossen, bleibt dann noch die Möglichkeit, einen Schrebergarten zu mieten. Genauer gesagt, handelt es sich dabei um einen Pachtvertrag. Die Kosten hängen dabei von vielen verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel der Lage oder Größe des Schrebergartens. Vor allem in Großstädten, wo nur wenige Wohnungen über einen eigenen Garten verfügen, und es allgemein eher wenig „Grün“ gibt, sind diese sehr begehrt. Das macht sie teuer und schwer zu bekommen. Etwas Geduld ist daher mit Sicherheit gefragt. In ländlicheren Regionen sind gemietete Gärten hingegen schneller und günstiger zu bekommen.

Der eigene Garten kann am Haus sein…

Wer also keinen Schrebergarten beziehungsweise keine Mietwohnung mit Garten erhaschen kann oder sich stattdessen ein eigenes Grundstück wünscht, der hat natürlich auch die Möglichkeit, einen entsprechenden Garten zu kaufen. Im Idealfall ist der Garten direkt an das Wohneigentum angeschlossen, zum Beispiel eben an ein Haus, eine Doppelhaushälfte oder eine Erdgeschosswohnung. Wer es sich also leisten kann, der kauft sich direkt eine Immobilie, bei welcher der Garten im Preis inbegriffen ist. Das Vorhaben kann natürlich über einen Kredit finanziert werden, bestenfalls in Kombination mit einem Bausparvertrag, der in verschiedenen Phasen abläuft und dabei einige Vorteile mit sich bringt.

…muss er aber nicht zwingend

 Wer sich hingegen direkt eine Immobilie mit Garten oder auch nur einen Garten kaufen kann, ohne erst sparen zu müssen, der sollte zugreifen. Denn diese Grundstücke sind äußerst begehrt. Es muss also nicht immer der Gartenkauf im Zusammenhang mit einer Immobilie sein, sondern es ist durchaus auch möglich, sich ein gesondertes Grundstück nur für den Garten zu kaufen. Dabei kann es sich ebenfalls um einen Schrebergarten handeln, aber auch einfach um ein zum Verkauf stehendes Grundstück – vor allem jene ohne Baugenehmigung für ein Haus sind häufig vergleichsweise günstig. Es gibt auch die Möglichkeit, beispielsweise eine Erdgeschosswohnung mit Garten zu kaufen und nur die Wohnung zu vermieten, den Garten jedoch selbst zu nutzen.

Diese Beispiele machen deutlich, dass es viele verschiedene Möglichkeiten gibt, um an einen eigenen Garten zu kommen… Selbst, wenn dieser nicht an die eigene gekaufte oder gemietete Immobilie anschließt. Es gibt zudem spezielle Kleingärten, die immer wieder zum Verkauf stehen, oder die Option eines Wochenendgrundstücks. Auch hier gibt es viele verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten, wie die eigenen Ersparnisse, einen Kredit oder eben einen Bausparvertrag. Denn Letzterer muss, wenn der Vertrag richtig abgeschlossen wurde, nicht zwingend für einen Hauskauf oder -bau verwendet werden.

Eigenen Garten kaufen: Worauf achten?

 Einen eigenen Garten zu besitzen, bringt gegenüber der Miete natürlich zahlreiche Vorteile mit sich. Denn so muss er nicht geteilt werden, und es gibt auch keinen Vermieter, der über die Nutzungsregeln bestimmt. Der Garten kann also frei nach dem eigenen Belieben genutzt und gestaltet werden. Weiterhin besteht nicht das Risiko einer Kündigung des Miet- beziehungsweise Pachtvertrags, und ist der Garten abbezahlt, so entstehen dadurch keine laufenden Kosten mehr. Sollte er eines Tages doch zu viel Arbeit machen oder aus anderen Gründen nicht mehr gewünscht sein, kann er wiederum verkauft oder vermietet werden – bestenfalls sogar mit attraktiver Rendite. Es gibt also viele gute Gründe, den Kauf eines eigenen Gartens zu wagen, sofern das finanziell möglich ist. Trotzdem gibt es einige Dinge, die hierbei beachtet werden sollten:

  • Vor dem Kauf eines Gartens, sei es im Zusammenhang mit einem Immobilienkauf oder nicht, ist es natürlich sinnvoll, gewisse Kriterien festzulegen. Es gilt also, Fragen zu beantworten, wie: Wie groß muss der Garten sein und wofür soll er genutzt werden? Liegt der Garten nicht direkt an der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus, stellt sich außerdem die Frage, wie weit er davon entfernt liegen darf? Und zuletzt hängt der Gartenkauf natürlich auch vom verfügbaren Budget ab.
  • Bei diesem Punkt ist nicht nur der Kaufpreis entscheidend, sondern auch viele weitere Kosten müssen bei der Budgetplanung berücksichtigt werden. Dabei handelt es sich zum Beispiel um den Bau einer Laube, die Strom- und Wasseranschlüsse sowie -rechnungen, den Kauf von Mobiliar sowie Pflanzen und, und, und…
  • Anschließend gilt es, verfügbare Angebote zu suchen, welche die Kriterien erfüllen. Leider ist die Auswahl in vielen Regionen nicht allzu groß. Gibt es kein passendes Angebot, bleiben nur noch zwei Möglichkeiten: Entweder müssen Abstriche bei den eigenen Ansprüchen gemacht werden oder es gilt noch eine Weile zu warten, bis ein passender Garten verfügbar ist.
  • Gibt es mindestens ein solches Angebot, das auf dem Papier passen würde, müssen sich die potenziellen Käufer natürlich noch persönlich ein Bild davon machen: Ist der Garten sonnig? Ist die Gegend leise? Gibt es irgendwelche Störfaktoren? In welchem Zustand ist er? Vor allem bei teureren Grundstücken empfiehlt es sich sogar, einen Gutachter kommen zu lassen, um dessen Wert richtig einzuschätzen und somit nicht überteuert zu kaufen.
  • Sind all diese Fragen beantwortet, und der Garten kommt immer noch infrage, so handelt es sich in der Regel um eine Bauchentscheidung: Könnte dieser Garten tatsächlich das erfüllen, was sich die Käufer davon versprechen – zum Beispiel Ruhe, Entspannung, Eigenanbau, etc.?
  • Aber Vorsicht, denn in einigen Vereinen und Co ist keine Tierhaltung erlaubt oder es gibt andere Auflagen. Obwohl der Garten einem also nach dem Kauf offiziell gehört, gelten eventuell gewisse Regeln. Überall sind zudem gesetzliche Richtlinien wie der Lärmschutz einzuhalten… wobei sicherlich keine Beschwerden zu erwarten sind, wenn der Garten so abgelegen ist, dass es keine Nachbarn gibt.

Beim Kauf eines eigenen Gartens müssen also verschiedenste Faktoren berücksichtigt werden. Viele der genannten Punkte gilt es natürlich ebenfalls abzuhaken, wenn der Garten gemietet werden soll. An einen eigenen Garten zu kommen, ist also nicht einfach und eine wichtige Entscheidung, die vernünftig getroffen werden muss. Doch wer die genannten Faktoren berücksichtigt und bereit ist, auch Arbeit sowie Geld in sein eigenes „Grünstück“ zu investieren, der findet zahlreiche Möglichkeiten, um seinen Lebenstraum zu verwirklichen. Eventuell ist dafür ein bisschen Geduld gefragt, doch früher oder später ergibt sich quasi für jeden Menschen eine passende Option – unabhängig von seinen Wünschen, finanziellen Verhältnissen und Co!

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